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Duell der Magier - Fauler Zauber mit Nicolas Cage

Hollywood-Star Nicolas Cage schwingt in seinem aktuellen Kinofilm Duell der Magie den Zauberstab und verwandelt eine grundsolide Filmidee in ein müdes Action-Feuerwerkchen.

von Christian Mester,
03.09.2010 14:40 Uhr

Nicolas Cage war in diesem Jahr schon zweimal auf der großen Leinwand zu sehen und konnte beide Male überzeugen. Im schrägen Bad Lieutenant 2: Cop ohne Gewissen spielte er einen abgehalfterten Polizisten auf Drogen, im satirschen Kick-Ass einen Batman-Nachahmer, der seine minderjährige Tochter zur Elite-Killerin ausbildet. Duell der Magier sollte nun sein größter Film des Jahres werden. Schließlich ist die 150 Millionen Dollar teure Jerry Bruckheimer Produktion als einer der wichtigsten Sommer Blockbuster gesetzt.

Alles sah nach einem Selbstläufer aus, denn mit Regisseur Jon Turteltaub hatte Cage bereits seine beiden erfolgreichen Vermächtnisse-Streifen umgesetzt. Und der am Film beteiligte Star-Producer und gute Freund Jerry Bruckheimer hatte ihm bislang auch immer Glück gebracht. Mit ihm hatte Cage bereits seine Hits "The Rock - Fels der Entscheidung", "Nur noch 60 Sekunden", "Con Air" und die zwei besagten Schnitzeljagden realisiert, die in Kürze auch wieder fortgesetzt werden. Fortsetzungen hatte man auch für Duell der Magier im Sinn, doch daraus wird wohl nichts mehr. In den USA floppte Cages Simsalabim als fauler Zauber - zu Recht?

Die Story

Es waren einmal drei mächtige Magier: Balthazar (Nicolas Cage), Veronica (Monica Bellucci) und Maxim (Alfred Molina). Zusammen kämpften sie 760 nach Christus unter Führung des legendären Obermagiers Merlin gegen die Hexe Morgana, die im Sinn hatte, die Menschheit zu unterjochen. Die drei Guten behielten die Oberhand, bis sich Balthazar eines Tages in seine hübsche Arbeitskollegin verliebte. Ein Problem, denn der eifersüchtige Maxim wechselte kurzerhand die Seiten und half, den großen Merlin zu erledigen.

Balthazar sperrte Maxim für tausend Jahre in eine Urne ein und begann fortan, Merlins würdigen Nachfolger zu suchen. Im Jahr 2000 findet er ihn im jungen Schüler Dave, wird dann jedoch durch einen Zauberspruch mit zu seinem Gegner gesperrt. Zehn Jahre später sind beide wieder frei und sofort wieder auf der Suche nach dem Auserwählten, der mittlerweile ein nerdiger Physikstudent (Jay Baruchel) ist.

Bezaubernd?

Duell der Magier wird als der neue Cage-Blockbuster beworben, sieht man jedoch genauer hin, hält sich der Ausnahmedarsteller dieses Mal bevorzugt im Hintergrund auf. Er ist zwar den ganzen Film über zu sehen und redet ausschweifend über Abrakadabra und Hokus Pokus, doch als Supermagier Balthazar Blake ist der ansonsten immer sehr präsente Schauspieler dieses Mal überraschend unauffällig.

Sein Blake bleibt blass, hat bis auf sein Obdachlosen-Outfit wenig Charakter und dürfte damit wohl eine der oberflächlichsten Figuren sein, die Cage je gespielt hat. Normalerweise darf man von ihm erwarten, dass er entweder gut oder unterhaltsam schlecht ist, hier bleibt er jedoch arg uneins. Oberflächlich darf man auch den gesamten Film nennen, der sich ausschließlich abgedroschener Klischees bedient. Natürlich ist der Auserwählte ein liebenswert-schusseliger Nerd, natürlich versuchen die Bösewichte, die Weltherrschaft an sich zu reißen (oder sie zu vernichten, sie wissen es selbst nicht so genau), wieder geht es um abstruse Artefakte und selbstredend gibt es noch eine Love-Story mit einem Mädchen, das optisch zehn Ligen über dem Helden spielt und, wie immer, mehr Set-Deko als echte Rolle ist.

Duell der Magier - Bilder ansehen

Baruchel, der schon in der niedlichen Romanze Zu scharf um wahr zu sein dieses Jahr recht charmant auftrat, ist es hier erneut, auch wenn der schlaksige 27-Jährige merkwürdigerweise schon wieder dieselbe Rolle spielt. Nicht nur, dass er genau so aussieht wie im Film zuvor, auch sein Schwarm (Teresa Palmer) ähnelt seinem letzten (Alice Eve) aufs Haar genau. Doch während seine kleine Film-Schmonzette noch Herz hatte, fehlt selbes hier völlig, wodurch einem die Figuren schlichtweg egal bleiben.

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