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True Grit - Der erfolgreichste Film der Coen-Brüder

Die Gebrüder Coen gehören derzeit zu den einflußreichsten und prämiertesten Filmemachern Hollywoods. In dieser Woche stellen sie ihren neuen Film True Grit vor, einen rauen Western mit wahrer Top-Besetzung, der in den USA bereits außerordentlich erfolgreich lief. Wir sind einmal aufgesattelt und sagen, ob der Ausritt lohnt.

von Christian Mester,
25.02.2011 17:15 Uhr

Kündigen die Regisseure, Autoren und Gebrüder Joel und Ethan Coen einen neuen Film an, so darf man sich in der Regel immer darauf freuen, da sie nahezu Garant für interessante, ausgefallene und gut gemachte Titel sind. Filme wie The Big Lebowski, Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger ?, O Brother, Where Art Thou?, Fargo – Blutiger Schnee und No Country for Old Men überraschten jeweils mit einfallsreichen Handlungen, schrägen Figuren und vielen denkwürdigen Szenen. Die Projekte untermauerten zudem, dass die Coens sowohl hinter ihrer Kamera, als auch an der Schreibmaschine hervorragende Arbeit leisten können.

Für ihren neuen Film wechselten sie ins heutzutage leider nur noch selten besuchte Genre des klassischen Westerns und wagten sich darin an ein Remake eines John-Wayne-Klassikers. Ihr Film True Grit ist eine Neufassung des Films Der Marshal aus dem Jahre 1969, der der Genre-Ikone Wayne dessen einzigen Oscar einbrachte. Auf Ähnliches spekuliert nun auch sein Nachahmer Jeff Bridges, der 2011 in derselben Rolle für den gleichen Preis nominiert ist; den gleichen, den er erst im letzten Jahr für das Country-Drama Crazy Heart gewann. Darüber hinaus ist True Grit noch für neun weitere Oscars nominiert, darunter auch für Bester Film des Jahres.

Handlung

Mattie (Hailee Steinfeld) ist gerade einmal vierzehn Jahre alt, als sie erfährt, dass ihr Vater von einem kaltblütigen Killer namens Chaney (Josh Brolin) getötet wurde. Erbarmungslos schwört sie Rache und sucht Hilfe bei einem ehemaligen Revolverhelden namens Reuben Rooster Cogburn (Jeff Bridges), der mittlerweile als einäugiger Alkoholiker und notorischer Faulenzer berüchtigt ist. Cogburn hält zunächst nichts von ihrer Bitte, doch als diese ihn unbeirrbar weiter nervt und zudem mit einer stattlichen Summe Geld lockt die er durchaus gebrauchen könnte, sagt er widerwillig zu.

Auf ihrem Trek durch die weite Wildnis schließt sich ihnen dabei Texas Ranger LaBeouf (Matt Damon) an, der sich zunächst als wenig vertrauenswürdige Hilfe erweist: er selbst will den gesuchten Halunken Chaney in einen anderen Bundesstaat bringen und ein hohes Lösegeld für seinen Fang kassieren. Keine akzeptable Lösung für Mattie, die nicht will, dass Chaney für eine andere Tat gehängt wird. Das ungleiche Trio verschiebt ihre Entscheidung und beginnt gemeinsam, die Fährte des Gesuchten zu verfolgen.

True Grit - Bilder zum Kinofilm ansehen

Panorama

Eines der wichtigsten Elemente eines jeden guten Western ist es, jenes Gefühl vermitteln zu können, alleine, oder nahezu allein durch die schier unbeschreiblich große Gegend der Prärie zu reiten. Das Gefühl zu erwecken, dass man isoliert ist, dass hinter jeder nächste Ecke eine bedrohliche Gefahr lauern könnte und man völlig aufgeschmissen ist, verletze man sich weitab der Zivilisation. Ein Aspekt, den True Grit hervorragend umzusetzen weiß. Der Film erschlägt mit einer tollen, aber immer gefährlich wirkenden Naturkulisse, die die Spannung der Handlung effektvoll unterstützt.

Die Konstellation der drei Helden hätte in anderen Händen womöglich unpassend ausfallen können, doch hier ist sie überaus gelungen. Das Mädchen überrascht mit einer starken Präsenz, die in unterhaltsamen Kontrast zum eher gelassenen alten Cowboy steht. Ihre Gegensätze und ihr Zwang, trotz allem miteinander arbeiten zu müssen, schafft eine oftmals lustige, interessante Bindung, die vor allem in den ernsteren Momenten zu greifen weiß. Der Ranger bekommt eher weniger zu tun, hält das ungleiche Team jedoch wie ein Band zusammen. Ihr Abenteuer ist mit merkwürdigen, gefährlichen und tödlichen Ereignissen gefüllt, das am Ende in einem klassischen, großen Shoot-Out endet. Insgesamt ist es ein eher sehr ruhiger Film, der in erster Linie durch starke Figuren und interessante Dialoge auffällt, und Action nur nebenbei anbringt.

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