Firefox - Erweiterungen gegen Geld

Ein Vorhaben von Mozilla, das Justin Scott, der Add-on Product Manager bei Mozilla erst am Freitag öffentlich und nur zögernd bekannt gab, könnte fürchterlich nach hinten losgehen.

von Georg Wieselsberger,
13.12.2009 14:14 Uhr

Denn Mozilla wird wahrscheinlich nächstes Jahr einen Online-Shop für Firefox-Erweiterungen einführen, bei dem die beliebten Add-ons für den Browser dann auch verkauft werden können. Für einen Open-Source-Entwickler wie Mozilla ist dies ein recht seltsamer Schritt. Zumindest fügte Scott noch hinzu, dass es keinen Kopierschutz geben wird, aber dieser Hinweis sorgt nicht gerade dafür, dass das Vorhaben besser wirkt.

Doch Mozilla selbst steckt gar nicht wirklich hinter der Idee, Erweiterungen zu verkaufen. Man wisse viel zu wenig darüber, wie die Nutzer von Firefox zu kaufbaren Erweiterungen stünden, sagte Scott, weil man bisher darüber auch nicht gesprochen habe. Aber soweit man das wisse, seien alle Entwickler der Erweiterungen dafür. Man sei sich aber unsicher, was die Nutzer angehe.

Natürlich können Entwickler für ihre Arbeit eine Gegenleistung verlangen, das ist ihr gutes Recht. Aber sollte Mozilla tatsächlich einen derartigen Add-on-Store einführen und die beliebtesten Add-ons plötzlich nicht mehr auf legalem Wege kostenlos zu haben sein, dürften sich zunächst einige Entwickler freuen, langfristig aber wohl nur Opera oder Google. Wie The Register ergänzt, hat Robert Reich, der Gastgeber der Konferenz, auf der sich Scott äußerte, bestätigt, dass eine Art Mozilla-Marktplatz entwickelt wird.

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