Jetzt mit Plus alles auf einer Seite lesen

Jahres-AboUNSER TIPP

12 Monate

 Bester Preis
 Heftarchiv jederzeit buchbar
2,99€

pro Monat

Auf geht's
Quartals-Abo
3,99€

pro Monat

3 Monate

 20% günstiger als Flexi-Abo
 Heftarchiv jederzeit buchbar
3,99€

pro Monat

Auf geht's
Flexi-Abo
4,99€

pro Monat

1 Monat

 Monatlich kündbar
 Heftarchiv jederzeit buchbar
4,99€

pro Monat

Auf geht's

Firmenpleiten 2009 - Insolvenzen und Schließungen

2009 war auch in der Spielebranche das Jahr der Firmenpleiten. Wir beleuchten die fünf wichtigsten Insolvenzen und Schließungen.

von Stefan Dworschak,
03.01.2010 11:31 Uhr

Ascaron

Mit Ascaron schließt dieses Jahr eines der ältesten und erfolgreichsten deutschen Entwicklerstudios. Nicht zum ersten Mal: Bereits 2001 hatte Ascaron Insolvenz angemeldet, rettete sich dann aber in eine neue Gesellschaft. 2009 erwischt es sie wieder, diesmal endgültig. Schuld sind schlechtes Management und eine Kostenexplosion für Sacred 2. Um die ohnehin bereits um Jahre verzögerte Fertigstellung zu beschleunigen, wird das Entwickler-Team von 20 auf schließlich 60 Mitarbeiter aufgestockt. Letztendlich können jedoch auch international 400.000 verkaufte Exemplare die Entwicklungskosten nicht wieder einspielen, was nicht zuletzt an der aufwändigen Konsolenumsetzung liegt, in die das Unternehmen große Hoffnung setzt, die sich aber nicht erfüllen. Die Rechte an der Sacred-Reihe sichert sich Deep Silver, Kalypso Media lässt derzeit von ehemaligen Ascaron-Mitarbeitern im Studio Gaming Minds den dritten Patrizier-Titel entwickeln.

» Report zur Schließung von Ascaron lesen

Pandemic

Die Macher von Battlezone 2 und Star Wars: Battlefront verabschieden sich dieses Jahr mit dem gelungenen Actionspiel Saboteur aus dem Software-Geschäft, 200 Mitarbeiter verlieren ihre Stelle. Pandemic gehört seit 2007 zu Electronic Arts, und die Mutterfirma hat beschlossen, das Studio zu schließen. Als Gründe gibt der EA-Chef John Riccitiello vor allem die hohen Kosten des Firmenstandorts in Kalifornien an. Darüber hinaus passe Pandemic nicht in die zukünftige Ausrichtung von EA. Tatsächlich liegen die Kosten eines Entwicklerstudios in Kalifornien deutlich höher als etwa in England oder Osteuropa, die Stadt Montreal bietet Entwicklern sogar finanzielle Vergünstigungen an. Insider berichten zudem von ineffizientem Management und damit hohen Entwicklungskosten bei Pandemic. Andererseits scheint sich Electronic Arts mit der Übernahme 2007 auch verkalkuliert zu haben. Das Unternehmen zahlte für Pandemic und Dragon Age-Entwickler Bioware, ebenfalls unter Riccitiellos Ägide, insgesamt circa 800 Millionen Dollar, im Branchenvergleich eine ungeheure Summe. Der Kauf der Bioshock-Macher Irrational Games kostet den Publisher Take 2 gerade einmal elf Millionen.

» Meldung zur Schließung von Pandemic lesen

Grin

Auch bei der Insolvenz des schwedischen Entwicklers Grin, der sich unter anderem für die PC-Fassung von Ghost Recon: Advanced Warfighter verantwortlich zeichnet, spielt das Management eine Rolle. Das in Stockholm beheimatete Studio hatte sich mit Außenstellen in Barcelona und Göteborg offenbar überhoben; der Versuch, das Unternehmen durch groß angelegte Entlassungen und die Schließung ganzer Zweigstellen zu retten, scheitert. Von mangelnder Produktivität können die Schwierigkeiten nicht herrühren, denn allein 2009 veröffentlicht das Studio drei Vollpreistitel. Terminator: Die Erlösung, das Spiel zum Film, fällt bei der Presse durch, Wanted: Weapons of Fate und Bionic Commando schneiden deutlich besser ab, erreichen jedoch ebenfalls keine Höchstwertungen. Die Verkäufe bleiben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Ein letztes, nicht näher bekanntes Projekt, das Grin retten sollte, wird zurückgezogen, die ausstehenden Zahlungsverpflichtungen brechen dem Unternehmen das Genick.

» Meldung zur Schließung von Grin lesen


Kommentare

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

wird geladen ...

ALLE NEWS, VIDEOS UND SPIELE

Zur Themenseite Viel Spaß auf der Gamescom wünschen