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Flash-Speicher vs. Festplatte - Der Geschwindigkeits-Test

600 Euro für eine 80 GByte Festplatte? Wir vergleichen Intels X25-M Solid State Disk mit der pfeilschnellen Western Digital Velociraptor und einer normalen Festplatte.

von Hendrik Weins,
24.11.2008 15:39 Uhr

600 Euro für eine 80 GByte Festplatte? Wir vergleichen Intels X25-M Solid State Disk mit der pfeilschnellen Western Digital Velociraptor und einer normalen Festplatte.

Intels X25-M ist keine normale Festplatte, sondern eine sogenannte Solid-State-Disk (SSD). Und mit 600 Euro kostet die 80-GByte-SSD deutlich mehr als herkömmliche Festplatten. Zum Vergleich: Mittlerweile bezahlen Sie für Festplatten mit 1.000 GByte nur noch knapp 100 Euro.
Bereits 1956 kamen die ersten Festplatten von IBM auf den Markt, damals noch mit einer Größe von riesigen 24 Zoll. Aktueller Standard für Desktop-PCs sind Festplatten im Format von 3,5 Zoll, auch die gibt es bereits seit 1990. An der grundlegenden Technik mit den rotierenden Platten die von einem Schreib-/Lesekopf beackert werden, hat sich aber nichts getan. Auch die Solid State Disk ist keine neue Erfindung, Prototypen gibt es seit den siebziger Jahren. Doch erst jetzt werden SSDs zur echten Konkurrenz, dank höherer Speicherkapazitäten und besserer Fertigung.
In den folgenden Absätzen vergleichen wir die X25-M mit der Western Digital Velociraptor WD3000GLFS und einer zwei Jahre alten Seagate ST380817AS mit 80 GByte.

Während sich unsere 80 GByte Seagate-Festplatte ellenlange 6:29 Minuten Zeit lässt, kopieren sowohl die Velociraptor als auch Intels SSD den 6,2 GByte-Ordner in knapp 50 Sekunden.Während sich unsere 80 GByte Seagate-Festplatte ellenlange 6:29 Minuten Zeit lässt, kopieren sowohl die Velociraptor als auch Intels SSD den 6,2 GByte-Ordner in knapp 50 Sekunden.

Theorie…

Im Unterschied zu herkömmlichen Festplatten arbeiten in einer SSD keine rotierenden Magnetscheiben die von einem Schreib-/Lesekopf ausgelesen werden, sondern Flash-Bausteine -- ähnlich wie bei USB-Sticks. Während bei einer normalen Festplatte der Schreib-/Lesekopf erst dann Informationen abrufen kann, wenn die Scheibe mit den benötigten Daten in der richtigen Position steht, kann eine SSD jederzeit nahezu ohne Verzögerung auf Daten zugreifen.

Auch bei der Ausfallsicherheit steht eine SSD deutlich besser dar als eine herkömmliche Festplatte -- der gefürchtete »Headcrash« kann bei SSDs nicht auftreten. Von einem »Headcrash« spricht man, wenn der Schreib-/Lesekopf die Oberfläche der Magnetscheibe berührt -- beispielsweise bei einem Sturz der Festplatte. Aus diesem Grund »parken« moderne Festplatten den Schreib-/Lesekopf wenn er nicht gebraucht wird, oder wenn Beschleunigungssensoren in der Festplatte einen Sturz bemerken. Da der SSD aber sämtliche beweglichen Teile fehlen, läuft sie auch nicht Gefahr zerstört zu werden wenn sie herunterfällt.

Am deutlichsten bemerkbar macht sich die Geschwindigkeit von Intels SSD, wenn mehr als eine Anwendung auf die gleichen Daten zugreift. Während der Viren-Scanner das Crysis-Verzeichnis überwacht, brach die Spieleleistung auf Intels SSD nur wenig ein. Mit der Seagate-Platte hingegen ist an ein flüssiges Spielen nicht zu denken.Am deutlichsten bemerkbar macht sich die Geschwindigkeit von Intels SSD, wenn mehr als eine Anwendung auf die gleichen Daten zugreift. Während der Viren-Scanner das Crysis-Verzeichnis überwacht, brach die Spieleleistung auf Intels SSD nur wenig ein. Mit der Seagate-Platte hingegen ist an ein flüssiges Spielen nicht zu denken.

Nächster Vorteil: Stromverbrauch und Lautstärke. Die X25-M arbeitet lautlos und verbraucht etwa 0,15 Watt Strom, da kann keine andere Festplatte mithalten. Nur in einer Disziplin kann eine Solid State Disk noch nicht punkten -- bei den Kosten. Intels 80-GByte-SSD X25-M kostet mit 600 Euro mehr als doppelt soviel wie die High-End-Platte Velociraptor mit 300 GByte (230 Euro).

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