For Honor - Ubisoft zur Stahl-Kritik: »Funktioniert alles wie vorgesehen«

Ubisoft hat sich zu den Vorwürfen an den als zu teuer empfundenen kosmetischen Inhalten für For Honor geäußert. Das Fazit: Die Spieler sollen gar nicht alles freischalten.

von Tobias Ritter,
22.03.2017 10:22 Uhr

2,5 Jahre müssten Spieler in For Honor verbringen, um sämtliche bisher verfügbaren Inhalte wie Outfits, Emotes, Exekutionen und Ornamente freizuschalten - oder rund 700 Euro für den Kauf von Paketen der In-Game-Währung Stahl ausgeben. Das haben Community-Mitglieder kürzlich ausgerechnet, nachdem es reichlich Kritik an der Preisgestaltung neuer Emotes für das Spiel gab.

In der neuesten Ausgabe des wöchentlichen Dev-Live-Streams Warrior's Den (ab Minute 23:45) ging Ubisoft nun in Person des Community-Developers Emile Gauthier und des Game-Directors Damien Kieken auf die Vorwürfe der vergangenen Tagen ein.

Alles funktioniert wie vorgesehen

Wirklich nachvollziehen kann man die Kritik aber offenbar nicht: Alles funktioniere wie vorgesehen, so Kieken. Das gesamte Game-Design von For Honor sei so aufgebaut, dass eben nicht jeder alles freischalten wolle. Er vergleicht das Ganze dabei mit anderen Genres wie Rollenspielen oder MOBAs:

"Wir hatten nie die Intention, dass die Spieler alles im Spiel freischalten sollen. Für uns ergibt das keinen Sinn. [...] Es ist wie in einem Rollenspiel. Zum Beispiel World of Warcraft: Da würde man niemals versuchen, alles für jeden Charakter freizuschalten. Dasselbe gilt für jedes MOBA-Spiel. Man versucht auch dort nicht, alle Inhalte für alle Helden freizuschalten. "

Im Bezug auf For Honor habe man im Vorfeld erwartet, dass die Spieler sich auf einen bis drei Charaktere beschränken würden, für den oder die sie dann alles freischalten. Das sei aktuell auch der Fall, so Kieken weiter: Wie man den aktuellen Daten entnehmen könne, würden sich die meisten Spieler auf nur eine Helden-Klasse fokussieren. Andere hätten vielleicht zwei bis drei Lieblings-Helden.

Kosmetische Inhalte sind End-Game-Content

Zudem sehe das Entwicklerteam die kosmetischen Gegenstände in For Honor als End-Game-Content an. Sprich: Die Spieler sollen diese Dinge erst freischalten, nachdem sie einige Wochen gespielt haben. Auch das habe man durch die Daten bestätigt gesehen. Die meisten Spieler würden zunächst ihre Charaktere hochleveln und auf die maximale Item-Stufe 108 bringen. Erst dann käme es zur Freischaltung der High-End-Customization-Inhalte.

Natürlich hätte man diese Inhalte auch reduzieren können, so dass jeder Charakter nur ein spezielles Outfit zum Freischalten bekomme, so Kieken weiter. Man habe den Spielern jedoch mehr Möglichkeiten zur Individualisierung geben wollen.

"Wenn man in ein Bekleidungsgeschäft geht, kauft man ja auch nicht alle T-Shirts die es dort gibt. Man kauft eines, das einem gefällt und wenn man dann nach ein paar Monaten zurückkehrt, kauft man sich eines aus der neuen Kollektion. Das ist derselbe Grundgedanke [wie bei For Honor]. "

Keine Pay-Wall

Wert legt Kieken indes darauf, dass Ubisoft keine Inhalte hinter einer Pay-Wall verstecke und alles durch »Grinding« im Spiel freischaltbar sei. Zudem könne man sich für das Gameplay relevante Inhalte wie die Feats der einzelnen Charaktere innerhalb von fünf Stunden Spielzeit erspielen.

Einem »Completionist« wie dem Reddit-Nutzer, der sich eingangs über die 2,5 Jahre Spielzeit zur Freischaltung aller Inhalte beschwert hat, rät Kieken indes zu anderen Zielen. Besser als sämtliche kosmetischen Inhalte haben zu wollen sei es etwa, alle Charaktere auf die Ruhmstufe 1 zu bringen und dann das 108er-Ausrüstungslevel zu erreichen.

Neue kosmetische Inhalte

Auch diese Woche gibt es übrigens wieder neue kosmetische Inhalte: Es sollen neue Elite-Outfits für die unterschiedlichen Helden veröffentlicht werden. Patch-Day ist voraussichtlich am kommenden Donnerstag, den 23. März 2017.

Weiterer Loot ist für die zweite Saison in ein paar Wochen geplant. Dann soll es neue Ausrüstung und auch neue seltene Items mit Stern geben.

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