Frankreich - Die komplett gespeicherte Privatperson

Dass Passwörter nicht unbedingt sicher sind und viele Menschen einfach nur 123456 als Passwort wählen, ist leider eine Tatsache.

von Georg Wieselsberger,
03.02.2010 12:24 Uhr

Dagegen will Frankreich nun vorgehen und dabei nicht nur einen Schritt nach vorne machen, sondern quasi einen Sprint einlegen. »IdéNum«, so nennt sich die Lösung, die Nathalie Kosciusko-Morizet in Frankreich vorgestellt hat und jedermann eine digitale Identität für alle Arten von Diensten ermöglichen soll.

Ein einziges Medium, beispielsweise ein USB-Stick oder eine Smartcard, wird als Zertifikat verwendet, das alle persönlichen Daten enthält, die überall sofort erkannt werden können. Sei es auf Webseiten, die dies unterstützen und daher kein Passwort oder Pseudonym mehr benötigen, sei es bei Behörden, deren Formulare alles über Steuern, Sozialversicherungen, Arbeitsverhältnisse, Kontostände und dergleichen automatisch erhalten.

Dies, so die Staatssekretärin Kosciusko-Morizet sei das Ende des »Alptraums von 1001 Passwörtern«. 20 Partner habe man schon gefunden. Was bei einem Diebstahl des Zertifikates passiert? Nun, das ist ja noch immer durch eine PIN geschützt. Nur hat man statt einer Kreditkarte dann sein halbes Leben verloren und vorerst einmal keinen Zugriff darauf. Wie viele der PINs dann wohl 123456, 666 oder 616 lauten werden?

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