FreeDOS - Das Comeback des Jahres

von Walter Reindl,
05.07.2006 13:17 Uhr

Erinnert sich noch jemand an DOS? An das unbequeme Kommandozeilen-basierte Betriebssystem mit 80 Zeichen pro Zeile? Seit Windows in all seinen Spielarten uns das Leben am PC erleichtern (?) konnte, will sich niemand mehr so richtig mit diesem Urgestein der Computer-Industrie auseinander setzen. Oder doch?


Bis 1994 hatte Microsoft ein Projekt am Laufen, aus dem eine Open-Source-Variante des in die Jahre gekommenen MS-DOS entstehen sollte. Dann erschien Windows und das Vorhaben wurde langsam zurück gefahren. Jim Hall, der seit dieser Zeit zuständige Entwickler, postete vor einiger Zeit eine virtuelle Todesanzeige auf der zugehörigen Webseite, um klar zu machen, dass das Projekt nun wirklich am Ende sei. In der Folge erhielt er jedoch jede Menge Mails und Unterstützungsangebote von freien Entwicklern, die ihn ermutigten, das Projekt doch noch fertig zu stellen. Der Erfolg: Ende diesen Monats wird die Version 1.0 von FreeDOS erscheinen, mit dem bereits Multitasking möglich sein soll. In zukünftigen Weiterentwicklungen will Hall erweiterte Funktionen moderner Betriebssysteme wie Linux einbinden, deren User sich wie "zu Hause" fühlen sollen. Trotzdem soll FreeDOS vollständig kompatibel zu MS-DOS und allen seinen Applikationen bleiben.


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