Frontlines: Fuel of War - So klingt also Krieg

von GameStar Redaktion,
11.05.2006 08:15 Uhr

THQ hat's offenbar mit atomarer Zerstörung. In Stalker liegt die Gegend um Tschernobyl in radioaktivem Schlummer, in Supreme Commander sprengen Plutoniumbomben ganze Armeen (siehe unsere News) -- Ehrensache also, dass es auch in Frontlines kracht und glüht. Auf einem der Schlachtfelder des Actionspiels geht ein Nuklearsprengkopf nieder, während wir kämpfen, und der Rest der Mission spielt im entfesselten Druckwellen-Sturm unter dem lavaroten Atompilz.

Als eine der wenigen Neuankündigungen auf der E3 genoß Frontlines (Untertitel: Fuel of War, es geht um Öl) von Vornherein die Aufmerksamkeit der anwesenden Journalisten; geholfen haben mag auch, dass das Spiel die vielbesungene Unreal Engine 3 einsetzt. Eines vorneweg: Trotz schicker Texturen, detaillierter Charaktermodelle und feiner Lichteffekte bewegt sich Frontlines optisch auf dem Niveau von Battlefield 2. Wenig verwunderlich, schließlich stecken hinter dem Spiel die Kaos Studios, die vor Kurzem noch Trauma Studios hießen und nach der Battlefield-Mod Desert Combat an Battlefield 2 mitgewirkt haben. Im ersten eigenen, großen Projekt versetzt Trauma die Spieler in einen Team-Shooter in der nahen Zukunft.

Dort kabbelt sich die »Western Coalition« mit der »Red Star Alliance« - dreimal dürfen Sie raten, welche Länder da wohl hinterstecken. In der Solo-Kampagne marschieren Sie für die Westmächte an die Front. Mit dabei: KI-gesteuerte Teamkameraden, denen Sie nur lose Befehle erteilen. Von Multiplayer-Shootern abgeschaut ist die Klassenwahl, Sie bestimmen vor jedem Einsatz Ihren Soldatentyp (Späher etc.) und seine Ausrüstung (Nahkampf, Anti-Panzer etc.). Natürlich wird's auch Mehrspieler-Modi geben.

Stolz zerlegten die Kaos-Männer bei der Präsentation Mauern (zerstörbares Terrain!) und ließen witzige Mini-Drohnen als Kundschafter durch das Level sausen (vielseitige Ausrüstung!), den bleibendsten Eindruck hinterließ aber etwas anderes: der Sound. Aus der 5.1-Anlage wummerten satte Explosionen, knackig feuern die Waffen, Raketen und Granaten fumpen mit bassigem Dröhnen aus den Rohren; und als ein Jet-Bomber knapp über uns hinwegdröhnt und eine nahe Brücke sprengt, branden die Einschläge wie dumpfes Gewittergrollen zeitverzögert zu uns hinüber. Es könnte sich lohnen, die alten Boxen demnächst gegen neue Lautsprecher umzutauschen.


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