Fujitsu Siemens Gamer Edition 2003

Komplett ausgestatteter Spiele-PC für einen sehr fairen Preis. Beschleunigt auch noch die Spielegeneration nach Doom 3 - falls Sie auf 1 GByte RAM nachrüsten.

von Michael Trier,
20.09.2004 13:13 Uhr

Klotzen statt kleckern: Red Zac und Fujitsu Siemens setzen diese Devise jetzt bei Spiele-PCs um - ohne dabei mit einem Preis von 1.199 Euro für den Gamer Edition 3 den Geldbeutel der potentiellen Kundschaft überzustrapazieren.

Hardware vom Feinsten

Der verwendete AMD Athlon 64/3200+ bietet für eine High-End-CPU ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch bei der Wahl der Grafikkarte weit und breit kein (wie sonst bei Fertig-PCs üblich) fauler Kompromiss: Die Leadtek Geforce 6800 GT kostet für sich schon 450 Euro, ist eine der schnellsten Grafikkarten überhaupt und liefert gute Bildqualität. Auf zwei schnellen S-ATA-Festplatten vom Typ Seagate Barracuda mit insgesamt 400 GByte finden auch die umfangreichsten Spiele-Installationen Platz. Und der Multi-Format-DVD-Brenner NEC 2510A mit Double-Layer-Technik (bis zu 8,5 GByte auf einem DL-Rohling) lasert auf allem, was rund ist. Bei diesem Hardware-Who-is-Who ist die restliche Ausstattung wie ein Speicherkartenleser, Windows XP Home sowie zwei Jahre Garantie mit Vor-Ort-Service schon fast nebensächlich. Einziger vorläufiger Kritikpunkt sind die 512 MByte DDR-400-Hauptspeicher; hier wäre ein volles GByte angemessen.

Detailmängel

Nach dem Aufschrauben des mittelmäßig verarbeiteten Gehäuses haben wir dann doch einige Schwachstellen gefunden: Das Fujitsu-Siemens-Mainboard D1607 mit VIAs K8T800-Chipsatz (Sockel 754) stellt lediglich zwei Speicherslots für den RAM-Ausbau bereit. Zumindest lässt der eingebaute 512-MByte-Riegel einen Steckplatz frei. Außerdem waren die Kabelstränge im Testgerät nicht sehr sorgfältig verlegt. Usus bei Fujitsu Siemens: Das Bios ist arm an Einstelloptionen; nichts für Übertakter.

Leise und schnell

In unseren Benchmarks erwies sich der Gamer Edition 3 als pfeilschneller Spiele-PC. Doom 3 und Far Cry stellt er selbst in hoher Auflösung und Bildqualität flüssig dar: 40 Frames in unserem extrem anspruchsvollen Far Cry-Benchmark (1280x1024) mit vierfachem Antialiasing und achtfachem Anisotropic Filtering sind eine Wucht. Und 64,0 fps unter der spielinternen Qualitätseinstellung »Ultra High« in Doom 3 bei 1280 mal 1024 Pixeln eine Macht. Selbst mit 4x-AA und 8x-AF schafft der Siemens-PC hier immer noch gut spielbare 35,5 Frames. Schön, dass er bei all dieser Power stets angenehm leise bleibt. Der PC aus dem Himmel für das Spiel aus der Hölle: Um Doom 3 und Co. in höchster Qualität zu erleben, ist die »Machine from Hell« der richtige Spielpartner - und das zu einem kaum zu schlagenden Preis.


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