Fun of Gaming - Studie untersucht Glücksgefühle

Die neueste Ausgabe von Electronic Arts hauseigenem Branchenmagazin "EA Play" befasst sich mit dem Thema "Glücksmomente beim Spielen". Neue Erkenntnisse dazu liefert das internationale Forschungsprojekt „Fun of Gaming“ (FUGA) am Institut für Wissens- und Innovationsforschung der Helsinki School of Economics, Finnland.

von Andre Linken,
17.06.2008 15:52 Uhr

Die neueste Ausgabe von Electronic Arts hauseigenem Branchenmagazin "EA Play" befasst sich mit dem Thema "Glücksmomente beim Spielen". Neue Erkenntnisse dazu liefert das internationale Forschungsprojekt „Fun of Gaming“ (FUGA) am Institut für Wissens- und Innovationsforschung der Helsinki School of Economics, Finnland.

Die 2006 ins Leben gerufene FUGA-Initiative untersucht erstmalig, wie das Glücksmoment beim Computerspielen empirisch erfasst werden kann. Dafür entwickelte das Team spezielle Techniken, mit denen physiologische Prozesse wie Herzschlag, Gehirnaktivitäten und Muskelspannung der Computerspieler gemessen werden. Das zentrale Ergebnis: Bewältigen Gamer die Aufgaben eines Spiels erfolgreich, entsteht ein Glücksgefühl.

»Ein heranstürmender Gegner bedeutet zunächst negative Anspannung. Diese löst sich im Erfolgsfall in Euphorie und Kompetenzerleben auf«, sagt der Mainzer Medienwissenschaftler Christoph Klimmt. Laut Klimmt durchläuft ein Spieler während einer Spannungsphase eine gesteigerte Adrenalin-produktion. Beim Sieg schwindet das negative Gefühl, der Adrenalinspiegel bleibt erhöht. Ein Glücksgefühl entsteht.

Ein weiteres Ergebnis der Forscher: Computerspiele erzeugen intensivere Glücksgefühle als Fernsehen, da der Gamer selbst Protagonist ist und die Emotionen somit intensiver erlebt. »Je realistischer das Erlebnis, desto größer ist auch der Spaß«, so Klimmts Erkenntnis. Bei komplexen Spielen bietet jeder Abschnitt bis zum nächsten Level eine anregende Aufgabe.


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