GameStar-Podcast - Folge 16: Wieso spielen Journalisten so schlecht?

Wir widmen uns einer heiß diskutierten Frage: Müssen Spieleredakteure gute Gamer sein? Maurice und Dimi nähern sich der Frage aus zwei verschiedenen Standpunkten.

von Dimitry Halley,
23.09.2017 14:10 Uhr

Die Geschichtsbücher aller Nationen werden es wahrscheinlich als das »Cuphead-Fiasko« vermerken: Ein Kollege der Gaming-Seite VentureBeat beziehungsweise GameBeat zeichnet im Rahmen der Gamescom 2017 einen 26-minütigen Gameplay-Clip zum Cartoon-Platformer auf, lädt das Video hoch, schreibt einen Artikel dazu - und das Internet explodiert.

Der Redakteur macht beim Zocken nämlich so eine schlechte Figur, dass er es nur mit Mühen übers Tutorial hinaus schafft (obwohl die Tastenbelegung im Hintergrund eingeblendet wird). Und vom ersten Level fangen wir gar nicht erst an.

Unzählige YouTuber und Foren-Teilnehmer diskutieren also prompt zwei Fragen: Wie kann ein Spieleredakteur, der mit der Beschäftigung mit Games sein Geld verdient, so mies zocken? Und sollte jemand, der so mies zockt, überhaupt Spieleredakteur sein?

Wer die News-Sektion fleißig verfolgt, wird sicher sofort an einen anderen Vorfall denken: Das Doom-Fiasko der US-Kollegen von Polygon. Zum Release des Shooters im Mai 2016 erschien ein Gameplay-Clip auf selbiger Seite, in dem der Spielende offenbar zum ersten Mal in seinem Leben ein Gamepad in der Hand hatte. Auch dort ging die Community auf die Barrikaden - und die Kollegen Stange und Peschke äußerten sich schon damals in einem umfangreichen Video:

Unfähige Redakteure - Wie gut muss ein Spieletester spielen können? 19:58 Unfähige Redakteure - Wie gut muss ein Spieletester spielen können?

Jetzt kehren wir im GameStar-Podcast zu dieser Debatte zurück und spinnen die Gedanken der Doom-Affäre weiter. In dem aktuellen Cuphead-Beispiel zeigen sich nämlich einige Aspekte, die damals noch nicht so prominent waren: Unter anderem die Tatsache, dass die Frage nach dem Gamer-Skill in der heutigen Medienlandschaft eher an Bedeutung gewinnt, statt abzuebben.

Dass Skill weniger wichtig für unseren Job ist als analytisches Geschick, greift als Totschlag-Argument zu kurz. Deshalb nähern sich Maurice und Dimi der Diskussion von zwei verschiedenen Standpunkten - mal schauen, ob sie letztlich zu zweisamer Eintracht gelangen oder in bitterer Unstimmigkeit scheiden.

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