GDC 2013: Neue Unreal-Engine-4-Demo im Video - Infiltrator-Demo mit Partikel- und Beleuchtungsspektakel

Auf der E3 2012 hat Epic die neue Unreal Engine 4 mit der beeindruckenden Elemental-Demo vorgestellt. Die Infiltrator Demo der GDC 2013 setzt noch einen oben drauf.

von Tom Loske,
29.03.2013 13:18 Uhr

Unreal Engine 4 - Tech-Demo-Video »Infiltrator« von der GDC 2013 3:44 Unreal Engine 4 - Tech-Demo-Video »Infiltrator« von der GDC 2013

Zur GDC 2013 hat Epic einen kleinen Kreis von Journalisten eingeladen, um Neuigkeiten rund um die Unreal Engine 4 zu präsentieren. Um was es sich dabei genau handelt, ließen die Amerikaner vorab im Dunkeln. Bevor Marc Rein, der Vize-Chef von Epic und der Technical Artist Alan Willard jedoch die neue Infiltrator-Demo präsentierten, zeigten sie zunächst die bereits bekannte Elemental-Demo. Diese lief aber nicht wie im vergangenen Jahr auf einem High-End-PC, sondern auf einem Development-Kit der Sony Playstation 4. Grafische Abstriche im Vergleich zur PC-Version konnten wir nicht auszumachen.

In der Infiltrator-Demo kommen nicht nur die Partikeleffekte am aufgeschossenen Boden ähnlich der Killzone-4-Demo und die Beleuchtung besonders gut zur Geltung, sondern auch der gestiegene Detailgrad von Oberflächen und insbesondere die extrem feinen Reflektionen. Diese werden komplett dynamisch und in Echtzeit berechnet und stechen sogar Crysis 3 aus. Besonders der hohe Detailgrad beeindruckt uns in der Vorführung, beispielsweise in der Szene, in der ein Schuh des Infiltrators in Großaufnahme zu sehen ist.

Laut Epic werden alle Objekte in dieser Szene in 3D berechnet – sogar der Hintergrund am Horizont.Laut Epic werden alle Objekte in dieser Szene in 3D berechnet – sogar der Hintergrund am Horizont.

Die Panorama-Szene gegen Ende der Demo sieht schon auf den ersten Blick großartig aus. Die wahre Bedeutsamkeit erschließt sich aber erst mit zusätzlichen Informationen. Im Gegensatz zu heutigen Spielen nämlich wird der Hintergrund der Szene nicht durch eine Skybox dargestellt, sondern besteht vollständig aus Polygonobjekten. Sogar die Berge am Horizont hat Epic komplett aus Geometrie gebaut und sind kein zweidimensionaler Hintergrund.

Marc Rein legt besonderen Wert darauf, dass trotz erneut drastisch gesteigertem Detailreichtum die Hardwareanforderungen nicht gestiegen sind. Wie schon bei der ursprünglichen Vorführung der Elemental-Demo arbeitete laut Epic eine einzelne Geforce GTX 680 im Rechner. Bestätigen konnten wir dies vor Ort allerdings nicht. Auf die Frage ob die Infiltrator-Demo in dieser Form auch auf der Playstation 4 laufen würde, wollte Rein keine klare Antwort geben. Da aber die PC-Version der Elemental-Demo aber auf einem ähnlichen System lief wie die Infiltrator-Demo, gehen wir davon aus, dass mit etwas Optimierung auch die neue Demo auf einer Playstation 4 laufen würde.

Zusätzlich zu der neuen Demo zeigte Epic neue Werkzeuge für Entwickler. So lassen sich Polygongitter und Materialien viel schneller bearbeiten als noch in der Unreal Engine 3. Ein Skript-Tool namens Blueprint macht es für Designer möglich, ohne Programmierkenntnisse bestimmte Spielabläufe zu definieren. Ebenfalls interessant finden wir die Möglichkeit "echte" Lichter in die Engine zu integrieren: Lichtquellen, die nach dem IES-System vermessen worden sind (hinsichtlich Streuung, Leuchtsärke, Lichttemperatur), können direkt in die Unreal Engine 4 übertragen werden und sorgen somit für eine besonders realistische und natürliche Beleuchtung. Wann erste Spiele mit der Unreal Engine 4 veröffentlicht werden, hat Mark Rein aber wieder nicht verraten. Derzeit rechnen wir nicht vor 2014 damit.

Unreal Engine 4 - Screenshots aus der Infiltrator-Demo ansehen


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