Gehirn-Backup - Laut Ray Kurzweil in 20 Jahren möglich

Der Zukunftsforscher Raymond Kurzweil ist sich sicher, dass Menschen ihr bald ein Backup ihres Gehirns anlegen können.

von Georg Wieselsberger,
24.10.2010 16:00 Uhr

Raymond »Ray« Kurzweil ist bekannt für die Erfindung des ersten Lesegerätes, das es Blinden per akustischer Wiedergabe ermöglichte, normal gedruckte Texte zu lesen. Auch das erste Synthesizer-Keyboard Kurzweil K250 machte den Forscher berühmt, der auch im Bereich der Künstlichen Intelligenz als Experte gilt.

Wie er laut Daily Mail auf einem Vortrag in Wien erklärte, ist er davon überzeugt, dass es innerhalb der nächsten 20 Jahre dank Tausender Nanobots im Blutkreislauf möglich sein wird, Krankheiten zu heilen, Leistungen zu verbessern und mit der gleichen Technik sogar ein Backup des Inhalts eines menschlichen Gehirns anzulegen, mit allen Gedanken und Erfahrungen, die eine Person ausmachen.

»Das mag weit hergeholt klingen, aber Anfang der 80er Jahre hat man mich ebenfalls für verrückt gehalten, als ich den Aufstieg des World Wide Web für Mitte der 90er Jahre vorhergesagt habe. Aber das ist passiert und genau innerhalb des vorgesagten Zeitraums«, so Kurzweil.

Andere Forscher wie Hans Moravec haben noch extremere Vorstellungen von der Zukunft. Sollte es irgendwann möglich sein, ein einzelnes Neuron im Gehirn durch einen exakt gleich funktionierenden Prozessor zu ersetzen, würde sich laut Moravec das Bewusstsein der Person nicht ändern, da alles so funktioniere wie vorher. Ersetzt man auf diese Weise Neuron für Neuron, wäre das Bewusstsein komplett auf Hardware transferiert und würde wie Software auf einem Rechner verarbeitet– ohne dass das jeweilige Individuum dabei einen Unterschied bemerkt.


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