Gewaltspiel-Studie - Erwiderungs-Artikel erschienen

Gestern berichteten wir über einen Beitrag auf zeit-online, in dem der Autor Jörg Lau der USK vorwirft, gewalthaltige Computerspiele viel zu lasch einzustufen. Grundlage dieses Artikels war die Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN). Auf der gleichen Webseite holt nun der Journalist Falk Lüke zum Gegenschlag aus. In seinem Artikel "Horror im Kinderzimmer" greift er die Argumente von Jörg Lau auf und erklärt darin seine Ansicht der Dinge: "Was die umfangreiche und eigentlich begrüßenswerte KFN-Studie gezeigt hat: Spiele sind in vielen Kinderzimmern angekommen, gesellen sich zum Fernseher dazu. Deswegen ist es tatsächlich sinnvoll, sich mit diesem Phänomen auch wissenschaftlich zu beschäftigen. Die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Spiel und kriminellem Verhalten kann dabei aber nur ein Aspekt sein. Beantwortet werden müsste auch die Frage, welche Standards für unsere Gesellschaft im medienpädagogischen Bereich notwendig sind. Zu überlegen wäre auch, ob Schulungen für hilflose, wenig technik-affine Eltern nicht sinnvoller wären als Verbote. [...] Denn mancher Vater und manche Mutter dürften schnell in Erklärungsnöte geraten, wenn sie ihrem Nachwuchs erläutern sollen, warum Gewaltdarstellung in der Oper freie Meinungsäußerung ist - Computerspiele jedoch verboten gehören." Interessanter Nebenaspekt: In den Kommentaren zu dem neueren Artikel liefern sich Falk Lüke und Jörg Lau ein lesenswertes Wortgefecht. Vielen Dank für den Hinweis an GS-Pinboard-User Sebastian Döinghaus

von Walter Reindl,
08.11.2006 13:31 Uhr

Gestern berichteten wir über einen Beitrag auf zeit-online, in dem der Autor Jörg Lau der USK vorwirft, gewalthaltige Computerspiele viel zu lasch einzustufen. Grundlage dieses Artikels war die Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN).

Auf der gleichen Webseite holt nun der Journalist Falk Lüke zum Gegenschlag aus. In seinem Artikel "Horror im Kinderzimmer" greift er die Argumente von Jörg Lau auf und erklärt darin seine Ansicht der Dinge:

"Was die umfangreiche und eigentlich begrüßenswerte KFN-Studie gezeigt hat: Spiele sind in vielen Kinderzimmern angekommen, gesellen sich zum Fernseher dazu. Deswegen ist es tatsächlich sinnvoll, sich mit diesem Phänomen auch wissenschaftlich zu beschäftigen. Die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Spiel und kriminellem Verhalten kann dabei aber nur ein Aspekt sein. Beantwortet werden müsste auch die Frage, welche Standards für unsere Gesellschaft im medienpädagogischen Bereich notwendig sind. Zu überlegen wäre auch, ob Schulungen für hilflose, wenig technik-affine Eltern nicht sinnvoller wären als Verbote. [...] Denn mancher Vater und manche Mutter dürften schnell in Erklärungsnöte geraten, wenn sie ihrem Nachwuchs erläutern sollen, warum Gewaltdarstellung in der Oper freie Meinungsäußerung ist - Computerspiele jedoch verboten gehören."

Interessanter Nebenaspekt: In den Kommentaren zu dem neueren Artikel liefern sich Falk Lüke und Jörg Lau ein lesenswertes Wortgefecht.

Vielen Dank für den Hinweis an GS-Pinboard-User Sebastian Döinghaus


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