Ghostbusters & Angry Birds - Sony macht mit Kinoflops eine Milliarde Dollar Verlust

Sony Pictures blickt auf ein verlustreiches Kinojahr 2016 zurück: Mit Flops wie Ghostbusters und Die glorreichen Sieben macht der Konzern eine Milliarde US-Dollar Verlust. Da können auch die Angry Birds nicht helfen.

von Vera Tidona,
30.01.2017 19:20 Uhr

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Während Disney allein im vergangenem Jahr mit Kinofilmen, wie den Animationshit Zoomania, Marvels Captain America 3 und Doctor Strange, Pixars Findet Dorie und natürlich den neuen Star-Wars-Filmen Episode 7 und Rogue One, einen neuen Rekord-Gewinn von über sieben Milliarden US-Dollar erzielte, sieht es beim Konkurrenten Sony Pictures nicht besonders gut aus.

Sony macht eine Milliarde US-Dollar Verlust

Der japanische Konzern muss für seine Filmbranche eine Milliarde (112 Mrd. Yen) Verlust abschreiben, berichtet Bloomberg. Demnach liegt der enorme Verlust hauptsächlich an dem Kinoflop Ghostbusters, der weit hinter den Erwartungen des Studios blieb. Die 144 Mio. Dollar teure Produktion konnte weltweit gerade einmal 229 Mio. Dollar an den Kinokassen einspielen.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass sich die tatsächlichen Ausgaben für den Film um einiges höher liegen. Neben den verkauften Kinokarten kommen Marketingkosten für die Werbung des Films, sowie Kosten für den Vertrieb, Verleih und Synchronisation. In der Regel hüllen sich die Studios über die Gesamtausgaben in Schweigen.

Ghostbusters, Angry Birds und Die glorreiche Sieben

Zum massiven Verlust trägt auch die Komödie Der Spion und sein Bruder mit Sacha Baron Cohen bei, die gerade einmal katastrophale 25 Mio. Dollar weltweit einspielte. Ähnlich erging es Stolz und Vorurteil & Zombies mit 16 Mio. Dollar Einnahmen weltweit.

Nicht ganz so katastrophal aber dennoch weit hinter den Erwartungen blieben Dan Browns Inferno (220 Mio. Einnahmen/75 Mio. Produktionskosten) und das topbesetzte Western-Remake Die glorreichen Sieben (The Magnificent Seven) mit Denzel Washington und Chris Pratt, der mit 90 Mio. Dollar Produktionskosten gerade einmal 160 Mio. Dollar weltweit einspielte.

Die Animationskomödie Angry Birds nach dem populären Handyspiel gehört auf den ersten Blick nicht zu den großen Verlierern des Jahres. Schließlich kostete der Film 73 Mio. Dollar in der Herstellung und spielte allein in China satte 75 Mio. Dollar wieder ein. Weltweit kommt er sogar auf knapp 350 Mio. Dollar Einspielergebnis. Dennoch bleibt der Animationsfilm hinter den Erwartungen des Filmstudios zurück und mit rekordverdächtigen Summen für das Marketing trägt auch er zum enormen Jahresverlust bei.

Sony US-Chef Michael Lynton nimmt den Hut

Bereits vor der Präsentation des Jahresumsatzes kam es hinter den Kulissen von Sony Pictures zu personellen Konsequenzen: Michael Lynton trat nach 13 Jahren von seinem Posten als US-Chef von Sony Entertainment zurück um sich künftig neuen Aufgaben zu widmen.

Sonys Vorschau auf das Kinojahr 2017

Für das laufende Kinojahr 2017 sind bisher die Filme Spider-Man: Homecoming (Juli), der Animationsfilm Emoji (August), Der Dunkle Turm (August), Blade Runner 2049 (Oktober), Insidious: Chapter 4 (November), Flatliners-Remake (November) und Jumanji für den Dezember angekündigt.


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