Ghostbusters - Ivan Reitman nennt Gründe für den Kinoflop, weiteren Filme geplant

Die Neuauflage der legendären Geisterjäger floppte an den Kinokassen. Nun redet Ivan Reitman Klartext, nennt Gründe für den Misserfolg und kündigt weitere Filme an.

von Vera Tidona,
22.03.2017 15:35 Uhr

Nach dem Kinoflop Ghostbusters geht Produzent Ivan Reitman auf Spurensuche nach dem Grund und kündigt weitere Filme an.Nach dem Kinoflop Ghostbusters geht Produzent Ivan Reitman auf Spurensuche nach dem Grund und kündigt weitere Filme an.

Regisseur Ivan Reitman stand einmal selbst für die beiden kultigen Ghostbusters-Filme aus den 1980er Jahren hinter der Kamera. Für die viel kritisierte Neuauflage Ghostbusters von Paul Feig zeigte er sich als Produzent der Action-Komödie verantwortlich, die schließlich an den Kinokassen floppte.

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Reitman: Der Film war zu teuer

Nun sprach Reitman mit io9 über die Zukunft der Ghostbusters und warum das Reboot mit Melissa McCarthy seiner Meinung nach floppte. Zwar verteidigte er zunächst den neuen Ghostbusters-Film und meinte, man habe sich natürlich einen größeren Kinoerfolg gewünscht. Da jedoch rund 30 Jahre zwischen dem Originalfilm und dem neuen Ghostbusters-Film liegen, ist der Film seiner Meinung nach doch recht gut gelaufen.

Jedoch sieht er den Hauptgrund für den Kinoflop vor allem darin, dass der Film einfach zu teuer war. »Ich denke, der Film hat zu viel gekostet, ganz ehrlich, und das ist das wahre Problem.«, meint Reitman.

Reitman hätte einiges anders gemacht

So gab der Regisseur der Originalfilme im Interview auch zu, dass er nicht immer einer Meinung mit dem Regisseur Paul Feig war und sich etwas anderes für das Reboot vorgestellt habe:

"»Ich persönlich hatte andere Ansichten darüber, in welche Richtung der Film gehen sollte, und war in ständigem Austausch darüber mit Paul Feig. Aber Paul war bei diesem Film der Filmemacher und er ist ein sehr talentierter Regisseur. Ich wollte ihm genug Raum lassen, um den Film zu machen, den er wollte.«"

Nur leider war das Ergebnis nicht wirklich zufriedenstellend, weder für ihn als Produzent noch für das Filmstudio Sony, die sich weit mehr davon versprochen haben. Die Komödie hatte weltweit rund 229 Millionen US-Dollar an den Kinokassen eingenommen, jedoch ein Budget von satten 144 Millionen Dollar allein für die Produktion verschlungen. Hinzu kommen noch die enormen Marketingkosten, über deren genaue Höhe das Studio sich in Schweigen hüllt. Alles in allem war es ein Verlustgeschäft für Sony.

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Weitere Ghostbusters-Filme in Planung

Dennoch hält Produzent Ivan Reitman am Franchise fest und kündigte weitere Filme an. Wenn auch nicht mit Sequels zu Paul Feigs Film, wie ursprünglich geplant, so hat doch die Arbeit an einem bereits angekündigtem Animationsfilm begonnen, der voraussichtlich im Jahr 2019 oder 2020 in die Kinos kommt, hofft Reitman. »Es ist nicht leicht, einen animierten Film zu machen«.

Darüber hinaus bekräftigte Reitman noch einmal, dass weitere Realfilme in die Kinos kommen sollen. Ob es sich dabei um eine Neuverfilmung mit einer männlichen Besetzung handelt oder ein Spin-off, ist noch unklar.

»Ich will all diese Geschichten als ein Universum zusammenbringen, das in sich schlüssig ist. Zu meinem Job gehört es gerade, genau dafür zu sorgen.«, bekräftigt Reitman, der anscheinend mit den Geisterjägern noch viel vor hat.

Neue Ghostbusters-Comics und VR-Spielerlebnis

Währenddessen geht es außerhalb des Kinos weiter: In dieser Woche erscheint eine neue Comicbuch-Reihe mit einem Crossover der alten und neuen Ghostbusters. Darüber hinaus bietet der PlayStation Store jetzt das erste Kapitel von Ghostbusters VR: Now Hiring an, ein VR-Erlebnis für die Spieler Zuhause.

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