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Gigabyte Geforce GTX 1060 G1 Gaming 3G - Sind 3,0 Gigabyte VRAM genug?

Nvidias beliebte Geforce GTX 1060 gibt es mit 3,0 oder 6,0 GByte VRAM, aber das ist nicht der einzige Unterschied. Im Test der Gigabyte GTX 1060 G1 Gamingzeigen wir mit Benchmarks und Frametimes, wie sich die 3,0-GByte-Variante schlägt und ob der VRAM ausreicht.

von Nils Raettig,
09.11.2016 17:40 Uhr

GTX 1060 3GB vs. GTX 1060 6GB - Reichen 3,0 GByte VRAM aus? 7:04 GTX 1060 3GB vs. GTX 1060 6GB - Reichen 3,0 GByte VRAM aus?

Grafikkarten werden immer häufiger mit unterschiedlichen Speichermengen angeboten. Das gilt auch für Gigabytes GTX 1060 G1 Gaming mit Nvidias Pascal-Chip GP106 aus diesem Test, die es sowohl mit 6,0 GByte VRAM (G1 Gaming 6G) als auch mit 3,0 GByte VRAM (G1 Gaming 3G) zu kaufen gibt. Der Preisunterschied liegt momentan bei etwa 65 Euro (235 vs. 300 Euro).

Um zu klären, ob man hier als Spieler am falschen Ende spart, haben wir beide Modelle in Spiele-Benchmarks gegeneinander antreten lassen. Dabei werfen wir auch einen genaueren Blick auf die Frametimes, die von zu geringen Speichermengen meist besonders negativ beeinflusst werden. Ebenfalls im Fokus: das Duell gegen AMDs Radeon RX 470 mit 4,0 GByte VRAM, die sich wie Nvidias GTX 1060 mit 3,0 GByte VRAM etwa im Preisbereich von 200 Euro tummelt.

Zwischen der G1 Gaming 6G und der G1 Gaming 3G gibt es außer der Speichermenge nur noch zwei nennenswerte Unterschiede: Die Karte mit 3,0 GByte VRAM verfügt über etwas weniger Shader-Einheiten (1.152 statt 1.280) und Textur-Einheiten (72 statt 80).

Sowohl technisch als auch optisch gleichen sich die beiden Karten abseits davon wie ein Ei dem anderen. Die Kühlung übernehmen jeweils zwei axial angeordnete 90 Millimeter Lüfter, die sich erst ab einer Chip-Temperatur von 63 Grad drehen (»Zero Fan«-Modus genannt). Die Taktraten erreichen in dem bei Auslieferung aktivierten »Gaming-Modus« standardmäßig 1.596 MHz, der Boost-Takt beträgt 1.810 MHz.

Über die Gigabyte-Software »Xtreme Engine« können Sie auch einen »OC-Modus« aktivieren (1.620 MHz / 1.847 MHz Boost), der die Spieleleistung aber nur geringfügig verbessert. Außerdem lassen sich hier auf Wunsch die RGB-Beleuchtung für die Logos auf der Oberseite der Karte und das Drehverhalten der Lüfter anpassen.

Technische Daten

Geforce GTX 1070

Geforce GTX 1060

Gigabyte GTX 1060 G1 Gaming 6G

Gigabyte GTX 1060 G1 Gaming 3G

Grafikchip

GP104

GP106

GP106

GP106

Chiptakt (Basis/Boost)

1.506 / 1.683 MHz

1.506 / 1.708 MHz

1.595 / 1.810 MHz

1.595 / 1.810 MHz

Shader-Einheiten

1.920

1.280

1.280

1.152

Fertigungsprozess

16 nm FinFET

16 nm FinFET

16 nm FinFet

16 nm FinFet

Videospeicher

8,0 GByte GDDR5

6,0 GByte GDDR5

6,0 GByte GDDR5

3,0 GByte GDDR5

Speichertakt (effektiv)

8,0 GHz

8,0 GHz

8,0 GHz

8,0 GHz

Speicherinterface

256 Bit

192 Bit

192 Bit

192 Bit

Speicherbandbreite

256 GByte/s

192 GByte/s

192 GByte/s

192 GByte/s

TDP

150 Watt

120 Watt

120 Watt

120 Watt

Preis

ab 410 Euro

ab 260 Euro

ab 300 Euro

ab 235 Euro

Testsystem

Herzstück unseres Testsystems bildet der Intel Core i7 4770K, den wir auf 4,5 GHz übertaktet haben. Die vier Kerne samt Hyper-Threading und der hohe Takt sorgen dafür, dass der Prozessor nicht zum Flaschenhals wird und die GTX 1060 G1 Gaming stets ihr volles Leistungspotenzial ausschöpfen kann. Die Speicherbänke des MSI Z87-GD65 Gaming Mainboards sind mit 16,0 GByte DDR3-1600 Arbeitsspeicher bestückt. Als Betriebssystem kommt Windows 10 zum Einsatz, das auf einer 500 GByte großen Samsung 850 EVO SSD Platz findet.

Die Grafikkarten müssen sich in drei DX11- und zwei DX12-Spielen beweisen (Ashes of the Singularity, Hitman, Rise of the Tomb Raider, Far Cry: Primal und The Witcher 3). Alle genannten Titel testen wir mit sehr hohen bis maximalen Details in den Auflösungen 1920x1080, 2560x1440 und 3840x2160. Bei den Benchmarks loten wir die Leistung mit Kantenglättung sowie sechzehnfacher, anisotroper Filterung aus und nehmen den Mittelwert aus jeweils drei Messungen.

Der gemessene Stromverbrauch bezieht sich auf das gesamte System, während der Temperatur-Wert auf den Angaben von MSI Afterburner beruht. Unsere Lautstärke-Messungen führen wir in einem schallgedämmten Raum mit einem Voltcraft SL200 durch. Das Messgerät wird im Abstand von 50 Zentimetern schräg zur Grafikkarte und dem offenen Testsystem platziert. Ohne Grafikkarte und bei deaktivierten CPU- und Netzteil-Lüftern beträgt der Lautstärkepegel 38,0 Dezibel (dBA).

Anschlüsse Auch in Sachen Anschlüsse gibt es keine Unterschiede zwischen den beiden Gigabyte-Karten: Neben drei DisplayPorts (1.4) gibt es jeweils einen DVI- und einen HDMI 2.0b-Anschluss.

Packungsdetail Abseits vom Namen weist nur diese seitliche Angabe auf der Verpackung dezent darauf hin, dass die G1 Gaming 3G von Gigabyte weniger Videospeicher als die G1 Gaming 6G besitzt.


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