Gigabyte gegen AMD - AMD will Kern-Freischaltung stoppen

Geht es nach AMD, gehört die Freischaltung von CPU-Kernen bei X2- und X3-Prozessoren bald der Vergangenheit an. Doch Gigabyte hat eine Lösung.

von Georg Wieselsberger,
11.06.2009 11:53 Uhr

Wie Tom's Hardware meldet, will AMD das Freischalten von weiteren Kernen bei seinen Prozessoren verhindern. Das war insbesondere bei den Phenom II X3-CPUs möglich, angeblich auch bei den neuen Athlon II X2- und Phenom II X2-Prozessoren. Laut AMD sind die Kerne nicht grundlos deaktiviert, sondern defekt und daher instabil.

Um die dadurch möglicherweise entstehenden Probleme zu verhindern, hat AMD einen neuen Microcode an die Mainboard-Hersteller verschickt, der in neue BIOS-Versionen integriert werden muss und die Freischaltung verhindert. Damit bleibt den experimentierfreudigen Nutzern eines derartigen Prozessors nur, kein neues BIOS mehr aufzuspielen – oder sich ein Gigabyte-Mainboard zu kaufen.

Denn viele Gigabyte-Mainboards besitzen zwei BIOS-Bausteine. Damit kann das neue BIOS auf einem Chip gespeichert werden, während der zweite Chip immer noch den alten Microcode enthält. Gigabyte will so das Aufspielen neue BIOS-Versionen ermöglichen und während des Boot-Vorgangs den alten Microcode aus dem zweiten Baustein nutzen. Damit wäre trotz neuem BIOS weiterhin die Freischaltung möglich. Für Kunden ist dieses Feature erfreulich, für AMD wohl weniger.

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