GOG.com - Pläne für »regionale Preisgestaltung« wieder verworfen (Update)

Erst im Februar 2014 hatte die digitale Vertriebsplattform GOG.com angekündigt, auf eine »regionale Preisgestaltung« umschwenken zu wollen. Nach massiver Fan-Kritik wurden die Pläne jedoch wieder verworfen.

von Tobias Ritter,
17.03.2014 08:27 Uhr

GOG.com wird in Zukunft drei größere Titel in sein Sortiment aufnehmen - allerdings mit einer regionalen Preisgestaltung.GOG.com wird in Zukunft drei größere Titel in sein Sortiment aufnehmen - allerdings mit einer regionalen Preisgestaltung.

Update (17. März 2014): Nach massiver Kritik von Kunden und Fans erfolgte nun die Kehrtwende bei den Betreibern der digitalen Distributionsplattform GOG.com. Wie es auf dem offiziellen Blog unter gog.com heißt, wird man von den Plänen einer »regionalen Preisgestaltung« wieder Abstand nehmen.

Man habe stets gedacht, dass das Thema DRM-Verzicht so wichtig sei, dass die Kunden es einer fairen Preisgestaltung vorziehen würden, mehr Spiele ohne Kopierschutzmaßnahmen angeboten zu bekommen. Die letzten zwei Wochen und mehr als 10.000 Kommentare in den Foren hätten das Team beim Betreiber-Unternehmen CD Projekt jedoch zum Umdenken bewogen.

Es sei nicht richtig, einen der wichtigsten Werte der GOG.com-Plattform für einen anderen zu opfern, heißt es weiter. Man fühle sich aufgrund dieser Überlegung schlecht und bitte um Entschuldigung.

Allerdings hat diese Kehrtwende auch Konsequenzen: Einige Titel, deren Publisher auf eine »regionale Preisgestaltung« bestehen, werden nun nicht mehr ohne weiteres auf GOG.com veröffentlicht werden können.

Nicht betroffen sind davon allerdings Age of Wonders 3, Divinity: Original Sin und The Witcher 3: Wild Hunt. Hier wird es zwar, wie angekündigt, regionale Unterschiede bei den Kaufpreisen geben, allerdings kommt CD Projekt für die jeweilige Preisdifferenz auf: Käufer sollen Game-Codes im Gegenwert von sechs und zehn US-Dollar als Ausgleich erhalten.

Zudem ist geplant, in den kommenden Monaten ein System zu etablieren, mit dem es möglich sein wird, bei Preisunterschieden direkt Store-Credits an die Kunden zu verteilen. CD Projekt möchte eigenen Aussagen zufolge auch weiterhin für die Veröffentlichung von Spielen kämpfen, deren Publisher auf eine regionale Preisgestaltung bestehen - und die Differenz notfalls in Form von Store-Credits aus eigener Tasche bezahlen.

Ursprüngliche Meldung: Die digitale Distributions-Plattform GOG.com hat einmal gute und einmal möglicherweise etwas weniger gute Nachrichten für alle potentiellen Kunden. Wie das polnische Betreiber-Unternehmen CD Projekt auf der offiziellen Webseite gog.com mitteilt, werden in den kommenden Monaten drei größere Titel entweder stark rabattiert oder als Pre-Order-Angebot in das PC-Spiele-Sortiment des Dienstes aufgenommen.

Die konkreten Titel der Spiele nennt man zwar nicht, allerdings ist die Rede von einigen »favorisierten, fantastischen größeren Entwicklerstudios«, von denen die zwei Rollenspiele und das eine Strategiespiel stammen sollen.

Soviel zu den guten Nachrichten. Und nun die weniger guten: Die drei genannten Titel werden wohl einer regionalen Preisgestaltung unterliegen. Das heißt: Anstatt für die Produkte weltweit denselben US-Dollar-Preis zu verlangen, wird es regional angepasste Preise für Nordamerika, Großbritannien, Europa und Australien geben. Im Endeffekt werden sich Kunden aus Deutschland und weiteren Euro-Ländern also wohl auf etwas höhere Preise einstellen müssen.

Das ist zwar eine durchaus gängige Praxis bei der Umrechnung von Dollar- in Euro-Preise, allerdings fällt dieses Vorgehen auf GOG.com besonders auf, da die Plattform lediglich US-Dollar als Währung akzeptiert. Der Dollar-Preis wird für europäische Kunden also wohl beispielsweise höher sein als für Spieler aus den USA.

Als Grund für diese von den bisherigen Maßstäben - mit Ausnahme von The Witcher 2 - abweichenden Preis-Strategie nennt man übrigens die indirekt, dass die zuständigen Publisher und damit Partner darauf bestanden hätten. Eine regionale Preisgestaltung sei auf dem Weg, zum internationalen Standard zu werden, heißt es.


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