Google-Aufsichtsratschef Eric Schmidt - »Totale Kunden-Überwachung ist schlecht für das Geschäft«

Laut Eric Schmidt sind Sorgen über eine komplette Überwachung durch tragbare Technik unbegründet – das sei kein gutes Geschäft.

von Georg Wieselsberger,
07.05.2013 14:54 Uhr

Schon Smartphones sind in der Lage, viel über den Besitzer zu verraten und neue Geräte wie Google Glass bieten zumindest theoretisch viel Anlass zur Sorge bei Datenschützern. Doch Eric Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender bei Google, hält diese Ängste vor »Big Brother« laut cnet für unbegründet. Auch wenn es in Zukunft viele tragbare und vernetzte Geräte gäbe, würden Firmen nicht jeden Schritt der Nutzer überwachen.

Das sei »sehr unwahrscheinlich, weil das die Menschen verärgern würde. Regierungen werden es nicht erlauben und es wäre ein schlechtes Geschäft«, so Schmidt. Im Wettbewerb hätten Unternehmen schließlich ein Interesse daran, dass ihre Kunden zufrieden seien. Allerdings würden viele Länder die Privatsphäre anders handhaben und auch die Bevölkerung sehe viele Dinge anders als beispielsweise in den USA.

Demokratien müssten eine Balance zwischen Privatsphäre sowie den Rechten des Einzelnen und des Staates finden. Das werde auf Basis der dortigen Kultur geschehen. Da das Internet aber auf Offenheit ausgelegt sei, führe der Zugriff darauf auch zu offeneren Gesellschaften. Laut Schmidt ist Nord-Korea das einzige, noch wirklich abgekapselte Land der Welt.

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