Google Buzz - Angriff auf Facebook und Twitter (Update)

Google hat gestern seinen neuen Dienst Buzz vorgestellt, der Googlemail um Funktionen erweitert, die Facebook und Twitter Konkurrenz machen.

von Georg Wieselsberger,
15.02.2010 09:39 Uhr

Der Ansatz, Buzz in Googlemail einzubauen, sorgt vom ersten Tag an für ca. 175 Millionen potentielle Teilnehmer, die zudem aufgrund ihrer Mail-Kontaktliste bereits ein kleines Netzwerk aufgebaut haben. Buzz bietet die Möglichkeit, seinen Kontakten ähnlich wie bei Twitter zu folgen oder Links, Bilder und Videos auszutauschen. Dabei ist einstellbar, welcher Kontakt welche Daten sehen darf. Natürlich sind Kontakte auch komplett blockierbar.

Ebenfalls Twitter-ähnlich ist die Möglichkeit, seinen Kontakten eine direkte Nachricht zu schicken. Eine Schnittstelle zu Twitter ermöglicht das Anzeigen von Tweets anderer Nutzer. Kommentare zu Nachrichten eines Kontakts erscheinen bei diesem in Echtzeit, ohne neues Laden der Seite. Auch eine »Das mag ich«-Funktion wie bei Facebook hat Google nicht vergessen.

Buzz soll nicht nur per Googlemail erreichbar sein, sondern auch über Android-Handys, das iPhone und durch Mobile Maps auch auf Smartphones. Über GPS kann man sich dann unterwegs lokalisieren lassen oder eigene Kontakte in der Nähe finden. Mit offenen Schnittstellen, Anbindungen an die Konkurrenz und der Echtzeit-Kommunikation hat Google ein umfangreiches Paket geschnürt. Mehr Informationen und ein Video gibt es auf der Buzz-Homepage.

Update 15.02.2010

Der sehr löchrige Schutz der Privatsphäre in Google Buzz hat in den letzten Tagen zu lauter Kritik am neuen Dienst und zu hektischer Betriebsamkeit bei Google geführt. So werden die Kontakte von Buzz-Nutzern gegenüber anderen Teilnehmern nun mit Sternchen unkenntlich gemacht und auch eine Abschaltfunktion findet sich ganz unten im Fenster.

Doch auch das reicht noch nicht aus und so hat Google angekündigt, Buzz-Nutzern nur noch vorzuschlagen, Beiträge anderer Nutzer, zu denen man viel Kontakt hat, zu verfolgen statt dies automatisch einzustellen. Verknüpfungen zu anderen Diensten und deren Freigaben sollen ebenfalls nicht mehr automatisch erfolgen.

Auch die Einstellungen von Buzz sollen besser erreichbar werden. Trotz all dieser Probleme wurden in den ersten Tagen bereits 9 Millionen Nachrichten über Buzz verschickt.

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