Google-CEO Larry Page - Angst vor Datensammeln kostet Menschenleben

Der Google-Mitgründer und aktuelle CEO des Unternehmens, Larry Page, würde gerne auch medizinische Daten sammeln, um Leben zu retten.

von Georg Wieselsberger,
28.06.2014 11:35 Uhr

Google-CEO Larry Page will durch das Sammeln von medizinischen Daten 100.000 Leben im Jahr retten.Google-CEO Larry Page will durch das Sammeln von medizinischen Daten 100.000 Leben im Jahr retten.

Während viele Datenschützer und Internetnutzer die Datensammelwut von Unternehmen wie Google kritisieren und ihre Privatsphäre durch den allgegenwärtigen Internet-Konzern gefährdet sehen, sieht Larry Page, der CEO von Google, diesen Punkt komplett anders. Laut Page sammelt Google noch immer noch genügend Daten, um in bestimmten Bereichen nützlicher zu sein.

»Was mich betrifft, so bin ich so begeistert von den Möglichkeiten, Dinge für Menschen zu verbessern, dass meine Sorgen das genaue Gegenteil wären. Wir machen uns so viel Sorgen um diese Dinge, dass wir auf die Vorteile verzichten. Momentan sammeln wir keine medizinischen Daten. Wenn wir das tun würden, würden wir vielleicht 100.000 Leben im nächsten Jahr retten“, so Page gegenüber der New York Times. Laut Page ändert die moderne Technik das Leben und auch die Ansichten der Menschen. »In der Anfangszeit von Street View war das ein großes Thema, aber jetzt ist es kein Problem mehr. Die Leute verstehen es jetzt und es ist sehr nützlich. Und es hat nicht wirklich viel Einfluss auf die Privatsphäre. Viele Dinge sind so«, erklärt Page seine Ansicht.

Google hatte auf seiner Hausmesse Google I/O unter anderem auch Google Fit vorgestellt, eine Plattform für Geräte, die die Fitness und die Gesundheit des Nutzers über Sensoren überwachen können. Auch Konkurrenz Apple hatte mit seinem HealthKit im Anfang Juni Ähnliches angekündigt. Zusammen mit der neuen Kategorie der Smartwatch, deren Produkte entsprechende Sensoren enthalten, dürften so auch bald recht persönliche Daten deren Nutzer auf den Servern großer Unternehmen landen. Datenschützer befürchten, dass sich dann auch Krankenkassen und Versicherer für solche Daten interessieren dürften.


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