Google Glass mit Laserprojektor - Bedienung auf dem Unterarm

Das Konzept von Google Glass, einer AR-Brille für den täglichen Gebrauch, begeisterte zahlreiche Menschen schon bei der ersten Präsentation. Nach einiger Zeit blieb aber vor allem die Frage: Wie wird das überhaupt bedient? Darauf hat Google nun eventuell eine Antwort gefunden.

von Dennis Ziesecke,
18.01.2013 17:29 Uhr

Die ersten Muster von Google Glass wurden noch umständlich mit einem am Arm des Nutzers befestigten Touchpad bedient, eine Lösung die offenbar nicht richtig zufriedenstellend funktionierte. Nun hat Google einen Patentantrag in den USA eingereicht, der eine Bedienung mittels eines integrierten Laserprojektors ermöglichen soll.

Dieser in die Brille integrierte und nach unten gerichtete Projektor soll eine virtuelle Tastatur auf den Unterarm oder die Hand des Glass-Nutzers werfen, so dass mit der freien Hand darauf geschrieben werden kann. Eine zusätzlich in der Brille eingebaute Kamera erkennt dabei die Finger des Anwenders und interpretiert die sich auf den jeweiligen Tastenfeldern befindlichen Finger als Tasteneingabe.

Solche Laserprojektoren sind keine Neuigkeit, für Smartphones, Notebooks und andere mobile Geräte gibt es sie als Zubehörteil schon seit einigen Jahren. Ohne taktile Rückmeldung ist das Schreibgefühl dieser Projektionstastaturen eher bescheiden, für längere Texte soll die von Google vorgestellte Lösung aber auch gar nicht gedacht sein. Einmalig an der nun vorgestellten Projektionslösung ist vor allem die Integration in die Datenbrille, bisherige Laserprojektionslösungen sind zu groß.

Da es sich dabei aber bislang nur um einen Patentantrag handelt, ist noch unklar ob Google Glass tatsächlich mit einer solchen Eingabemöglichkeit auf den Markt kommen wird. In den kommenden Wochen sollen zuerst einmal Prototypen von Google Glass an Entwickler ausgeliefert werden - allerdings noch ohne integrierten Laserprojektor.


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