Google Pixel - Google sperrte bei Verkauf an Dritte das komplette Nutzerkonto

Google hat anscheinend sehr harsch darauf reagiert, dass manche Käufer eines neuen Pixel-Smartphones das Gerät an Dritte verkauft haben. Die kompletten Google-Konten der Nutzer wurden daraufhin gesperrt.

von Georg Wieselsberger,
18.11.2016 13:46 Uhr

Über Project Fi gekaufte Google Pixel dürfen nicht weiterverkauft werden.Über Project Fi gekaufte Google Pixel dürfen nicht weiterverkauft werden.

Laut einem Bericht der Webseite Dan's Deals haben rund 200 Personen ein neues Pixel-Smartphone über das Google-Programm Project Fi gekauft, dann aber zu einem Händler geschickt und verkauft. Auf diese Weise erzielten die Google-Nutzer einen kleinen Gewinn, obwohl die Nutzungsbedingungen von Google einen Verkauf an Dritte klar untersagen.

Ein Kauf über Pixel Fi ist nur für die eigene Nutzung erlaubt, lediglich als Geschenk darf das Smartphone weitergegeben werden. Google hat auf die Verkäufe allerdings sehr harsch reagiert und die Weiterverkäufer komplett gesperrt. Das bedeutete, dass die Betroffenen keinen Zugriff auf GMail, Google Drive, Google Fotos oder irgendeinen anderen Google-Dienst hatten, der eine Anmeldung voraussetzt. Für den Betreiber von Dan's Deals läuft das mehr oder weniger auf ein digitales Todesurteil hinaus, nur für den Verstoß gegen die Wiederverkaufsbedingungen für ein Smartphone.

The Consumerist hat Google kontaktiert und eine Stellungnahme erhalten. Demnach seien viele der gesperrten Konten nur für den Zweck erstellt worden, Smartphones günstig zu kaufen und dann zu verkaufen. Da allerdings einige der nun gesperrten Kunden die Bedingungen nicht kannten und nun von vielen Google-Diensten ausgesperrt sein, die sie benötigen, werde man den Zugriff auf deren Kunden wiederherstellen.

Inzwischen bestätigt auch Dan's Deals, dass die gesperrten Konten reaktiviert wurden. In der Nachricht von Google an die Nutzer weist das Unternehmen nochmals darauf hin, dass Verstöße gegen Bedingungen sehr ernst genommen werden und zu Sperren führen. Es sei aber jederzeit möglich, die eigenen Daten aus den Google-Diensten zu exportieren, solange ein Konto aktiv ist.

Quelle: Dan's Deals, Consumerist


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