Google Glass - Kann auch Sicherheitsproblem für den Nutzer werden

Google Glass verwendet das Android-Betriebssystem, das auch auf vielen Smartphones zum Einsatz kommt. Damit ist auch die Datenbrille ein lohnendes Angriffsziel für Schadsoftware.

von Georg Wieselsberger,
06.05.2013 12:41 Uhr

Der Sicherheitsexperte Jay »Saurik« Freeman ist vielen iOS-Nutzern als Erschaffer der Cydia-Software bekannt, über die sich auf iOS-Geräten mit Jailbreak wie dem iPhone auch Apps aus inoffiziellen Quellen installieren lassen. Freeman hat auch eine der Explorer-Versionen von Google Glass für 1.500 US-Dollar erhalten und sich sofort daran gemacht, die Möglichkeiten für Modifikationen an der Software auszuloten.

Dabei war es ihm sehr schnell möglich, eine veränderte Version des Android-Betriebssystems zu installieren, die unbemerkt in der Lage ist, alles zu überwachen, was die Datenbrille macht, hört oder sieht. Um diese Veränderungen durchzuführen, seien keinerlei spezielle Tools notwendig, nur die Installation einiger Dateien.

Ein Angreifer, der sich auf diese Weise Root-Zugriff auf Google Glass verschafft, hat anschließend noch viel mehr Möglichkeiten als bei einem herkömmlichen Angriff auf einen Rechner. Er kann einen Nutzer beispielsweise per Kamera und Mikrofon verfolgen und im Extremfall PIN-Nummern und Passwörter ausforschen. Es ist allerdings wahrscheinlich, dass Google die Sicherheit der Datenbrille bei der Verkaufsversion noch deutlich erhöht. Freeman beschreibt das Problem ausführlich auf seiner Webseite.

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