Gothic 3 - JoWooD will Patches auf Community abwälzen

von Rene Heuser,
15.06.2007 10:35 Uhr

Statt nach der Trennung von Piranha Bytes ein neues Entwicklerteam mit dem Patchsupport für das Rollenspiel Gothic 3 zu beauftragen, scheint der österreichische Publisher JoWooD nun die Community für seine Zwecke einspannen zu wollen. Bereits in den letzten Tagen hatte der Assistan-Community-Manager Peter Schramm ("Glockenbeat") im JoWooD-Forum die User aufgerufen, eigene Bugfixes zu entwickeln. Sogar die unerlaubte Zerlegung des fertiges Programmes in seinen Quellecode (Reverse Engineering) wird von JoWooD empfohlen. Eine offizielle Stellungnahme des Publisher, die uns ursprünglich für den gestrigen Donnerstag angekündigt wurde, steht noch aus.

Unterdessen hat im Forum der Communityseite World of Gothic der User »Feuerbarde« eine Email von JoWooD veröffentlicht, wo ihm angeboten wird für Gothic 3 weitere Fixes zu programmieren. Darin heißt es:

»Derzeit laufen Vorbereitungen, um den Patchsupport für Gothic 3 wieder
ins Rollen zu bringen. Dabei ist uns nicht entgangen, dass Du engagiert
in der Bugfixing-Community für Gothic 3 aktiv bist und bereits tolle
Arbeit geleistet hast.

Wir sind derzeit im Inbegriff ein Team, bestehend aus den fähigsten
Community-Mitgliedern, aufzubauen, welches sich um diesen Belang kümmern
kann. Du bist einer von diesen.«

Die Community-Programmierer sollen demnach auch Zugang zum kompletten Quellcode des Spiels, Unterstützung von offizieller JoWooD-Seite sowie eine Prämie für die Abgabe von Fixes bekommen. Laut »Feuerbarde« versucht JoWooD zudem die Entwicklung der Community-Fixes von anderen Fanseiten zum JoWooD-Forum wegzuziehen. Zudem geschehe dies hinter dem Rücken der Fans.

Der Community-Manager von JoWooD bestreitet hingegen, dass die Entwickler nicht mehr auf anderen Fanseiten ihre Projekte veröffentlichten dürften. In weiteren Beiträgen heißt es, dass bisher sechs Leute für das Questfix-Team gewonnen wurden und weitere noch folgen sollen. Weitere Details dürften zu einem späteren Zeitpunkt aber kaum bekannt werden, da die Community-Entwickler eine nicht unübliche Verschwiegenheitsklausel unterschreiben sollen.


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