Grafikkarten - Nvidia will PhysX auf Radeon-Karten, ATI nicht?

Wie vor einigen Tagen berichtet, ist den Mitgliedern der Seite NGOHQ gelungen, Nvidias PhysX bzw. CUDA auf einer Radeon HD 3800 mit RV670-Grafikchip laufen zu lassen. Da man dies auch gerne für die neuen Karten der HD 4800-Serie erreichen wollte, kontaktierte NGOHQ laut Techpowerup AMD und bat um ein Sample.

von Georg Wieselsberger,
04.07.2008 15:04 Uhr

Wie vor einigen Tagen berichtet, ist den Mitgliedern der Seite NGOHQ gelungen, Nvidias PhysX bzw. CUDA auf einer Radeon HD 3800 mit RV670-Grafikchip laufen zu lassen. Da man dies auch gerne für die neuen Karten der HD 4800-Serie erreichen wollte, kontaktierte NGOHQ laut Techpowerup AMD und bat um ein Sample. Dort hielt man die ganze Sache aber für uninteressant und wollte weder eine Grafikkarte noch Zeit investieren, vermutlich auch, um Lizenzproblemen mit Nvidia aus dem Weg zu gehen.

Da die Umsetzung von PhysX auf Radeon-Karten wahrscheinlich auch die Lizenzbestimmungen für Nvidia-Treiber verletzt hat, erwartete man bei NGOHQ aufgrund des bekannt aggressiven Verhaltens von Nvidia weitere Probleme. Kurioserweise berichtet NGOHQ nun aber, dass Nvidia ganz im Gegenteil sogar Hilfe angeboten habe, um CUDA besser gegen Intel und Havoc zu positionieren. Damit ergibt sich die paradoxe Situation, dass Nvidia den Bruch seiner Lizenzen unterstützt, um das eigene PhysX auf den Karten der Konkurrenz von ATI laufen zu lassen und damit die Chancen im Kampf gegen Intel zu erhöhen, während ATI die Erweiterung der Fähigkeiten der eigenen Karten für uninteressant hält.

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