Großbritannien - Einsitzender Hacker blockiert Gefängnis-IT

Ein Hacker, der für das Gefängnis, in dem er einsitzt, ein Programm schreiben sollte, nutzte den PC-Zugang, um sämtliche Passwörter zu ändern und neue anzulegen. Damit war das System unbrauchbar, bis externe Spezialisten kamen.

von Georg Wieselsberger,
01.10.2009 15:44 Uhr

Die Verantwortlichen von Ranby Prison in Nottinghamshire, England, wollten eine interne Fernsehstation einrichten, die über das Computer-Netzwerk des Gefängnisses funktionieren sollte. Dazu war es nötig, ein spezielles Programm zu schreiben, doch man engagierte laut The Register keinen Programmierer von außerhalb, sondern wandte sich an den einsitzenden Hacker Douglas Havard. Der 27 Jahre alte Mann war 2005 wegen Diebstahls von umgerechnet bis zu 7 Millionen Euro durch Nutzung gefälschter Kreditkarten im Internet zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.

Kaum hatte Havard unbeobachtet Zugriff auf das Computer-System, änderte er sämtliche Passwörter, fügte weitere hinzu und sperrte so jeglichen Zugriff. Es musste eine externe Firma hinzugezogen werden, um das Problem zu lösen. Havard sitzt nun in Einzelhaft. Was er mit seinem Vorgehen erreichen wollte, ist unbekannt. Was die Verantwortlichen sich dabei dachten, einen verurteilten Hacker unbeobachtet am internen PC-Netzwerk arbeiten zu lassen, allerdings auch.

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