Seite 3: GTA Online im Test - Manchmal ein Meisterwerk, manchmal ein Graus

Das Public-Session-Problem

Auf öffentlichen Servern kann sehr viel in die Quere kommen: Entweder haben die Leute schlicht keinen Bock, oder es sind zu wenige anwesend (dazu später mehr) oder jemand knallt Sie lieber mit der Bazooka ab, statt am Renn-Event teilzunehmen und, und, und. Wirklich organisiert kann man die Events also nicht angehen, stattdessen muss man spontan und sporadisch reagieren. Blöd.

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Außerdem bringen die Events im Vergleich zu Missionen und vor allem Heists extrem wenig Kohle und Erfahrungspunkte ein. Zugegeben: Wenn so ein Freeroam-Event tatsächlich mal vernünftig zustande kommt, kann man sich herrlich abgedreht die Zeit damit vertreiben. Anders als bei den Heists können wir den Freeroam-Part aber definitiv nicht jedem Spielertyp empfehlen.

Das hat offenbar auch Rockstar bemerkt, und deshalb ließ man das Freeroam-Fundament und verlagerte den Fokus zunehmend auf das dritte Segment: Den PvP.

Das PvP-Segment: Heiterer Spaß, wenn man ihn denn findet

Der ursprüngliche PvP von GTA Online bestand im Prinzip aus instanzierten Renn- und Deathmatch-Varianten. Man verließ also die Open World und landete beispielsweise wie bei einem Rennspiel in einem Racing-Parcour. Im Verlauf der DLC-Releases kamen diverse neue Spielmodi hinzu. Beispielsweise kämpft man im Bunker-Modus unterirdisch in Zweierteams gegeneinander und muss den Partner tunlichst am Leben halten.

Etwas kreativer fällt der frisch veröffentlichte Power-Mad-Modus aus, in dem Gangster um die Kontrolle eines Power-Ups kämpfen, dass den Sieger zu einem unbesiegbaren Juggernaut-Riesen mit Minigun macht. Ebenfalls spektakulär: Das Cunning-Stunts-Update brachte wie bei Trackmania völlig abgedrehte Stuntrennen in schwebenden Looping-Arenen.

In Power Mad kämpft man um ein Power Up, das uns zum unzerstörbaren Giganten macht. Und dann wird ausgeteilt.In Power Mad kämpft man um ein Power Up, das uns zum unzerstörbaren Giganten macht. Und dann wird ausgeteilt.

Ironischerweise sorgt gerade die Vielfalt an möglichen Events dafür, dass man für eine einzelne Aktivität häufig keine Spieler findet. Die Community verteilt sich schlicht zu weitläufig oder konzentriert sich zu sehr auf die neuesten Modi.

Sie müssen sich also auch hier darauf einstellen, eher spontan in die Matches zu springen, die Ihnen Ihr Ingame-Handy gerade vorschlägt, statt ganz gezielt eine spezielle Deathmatch-Arena auszuwählen. Wenn die ganze Sache dann aber mal ins Laufen kommt, dann kann man mit den absurden Nebenbeschäftigungen viel Spaß haben.

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Dass ältere PvP-Matches selten gespielt werden, mag auch an der geringen Gewinnausschüttung liegen. Rennen bringen weder viel Kohle, noch viel RP - und von beidem benötigt man eine unglaubliche Menge, um die Lategame-Features von GTA Online freizuschalten.

Dieses Endgame steht im Zentrum der jüngsten DLCs und verbinden Freeroam-Aufträge mit dem Adrenalin-Kick einer PvP-Mission.

Cunning Stunts sind schon eine Weile erschienen, werden aber tatsächlich wegen ihrer abgedrehten Streckenverläufe noch häufig gespielt.Cunning Stunts sind schon eine Weile erschienen, werden aber tatsächlich wegen ihrer abgedrehten Streckenverläufe noch häufig gespielt.

Ich bin mein eigener Herr

Sie können beispielsweise für einige Millionen Dollar ein Büro in Los Santos mieten, sich dort als CEO eintragen, wiederum für eine gewaltige Stange Geld ein Lagerhaus kaufen und im Anschluss Cargo-Lieferungen mit ihrer Crew abholen fahren. Dieses neue Missionskonzept wurde mit dem DLC Further Adventures in Finance and Felony Anfang 2016 eingeführt.

Dieses Update fungiert als Ankerpunkt für alle größeren DLCs, die seitdem erschienen sind. Später kam noch eine Biker-Variante zum CEO-Konzept, bei dem man ein eigenes Klubhaus für sich und seine Kumpels kaufen konnte (»Sons of Anarchy« lässt grüßen), der Import/Export-DLC erweiterte außerdem die Jagd nach Frachtgütern um zusätzliche Autolagerhäuser und Autoklau-Missionen.

GTA Online - Das steckt im Bikers-DLC 4:03 GTA Online - Das steckt im Bikers-DLC

Im 2017er-Gunrunning-Update kam dann noch die Möglichkeit dazu, eine mobile Operationsbasis und einen Bunker zu kaufen, in dem man wie ein Superschurke sinistre Waffenschieber-Missionen aushecken kann.

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