Guild Wars: Eye of the North - Alle Neuerungen des Addons

Auf der E3 verriet uns der Lead Designer Jeff Strain alles zum Guild Wars-Addon Eye of the North -- und zeigte uns zudem die ersten bewegten Bilder.

von Frank Maier, Michael Graf,
12.07.2007 05:27 Uhr

Auf der E3 verriet uns der Lead Designer Jeff Strain alles zum Guild Wars-Addon Eye of the North -- und zeigte uns zudem die ersten bewegten Bilder. Hier alle Neuerungen:

  • Neue Gebiete: Eye of the North erweitert Tyria, die Welt des ersten Guild Wars-Kapitels Prophecies, um mehrere wunderschöne Schauplätze. Jeff führt uns durch brennende Wälder, in denen Funken von glimmenden Ästen regnen. Durch Höhlen, aus deren Wänden riesige Leuchtkristalle wachsen. Durch zerklüftete Schneegebirge. Durch die monumentale Eisstadt »Eye of the North«, die laut Strain »bislang größte Konstruktion der Guild-Wars-Geschichte«. Und durch die Festung »Gunnar's Hold«, die zwar nichts mit dem GameStar-Chefredakteur zu tun hat, dafür aber dem nordischen Norn-Volk als Heimat dient.
  • Neue Völker: In Tyria hausen nun auch die kriegerischen Norn, die Asura-Gnome sowie die Charr-Monster, die im ersten Guild Wars Ihre Erzfeinde waren. Die Auswahl ist nicht willkürlich: Diese Rassen werden in Guild Wars 2 spielbar sein.
  • Das Respekt-System: Wenn Sie bei den neuen Völkern Respekt sammeln, schalten Sie Belohnungen wie Waffen, Quests oder ganze Gebiete frei. Um Ansehen zu gewinnen, müssen Sie Minispiele lösen. Bei den Norn etwa bestreiten Sie Duelle gegen KI-Gladiatoren, gegen die Asura spielen Sie »Polymock«: Dabei trennt ein Graben Ihren Helden von seinem Rivalen. Statt also direkt anzugreifen, wählen Sie zunächst eine von drei Fernkampf-Kreaturen -- in die Ihr Held sich dann verwandelt. Strains Recke etwa mutiert zum Flattervieh, das sein Gegenüber (einen Steinriesen) mit Zaubern bombardiert. Wie die Helden haben die Kreaturen jeweils acht Kampffähigkeiten, die Sie taktisch klug einsetzen müssen. Und jedes der drei Monster kämpft dabei besonders effektiv gegen einen Widersacher. Also gewinnen Sie nur, wenn Sie die richtigen Verwandlungen gegen die richtigen Feinde einsetzen.
  • Neue Begleiter: Wie in Guild Wars Factions dürfen Sie KI-gesteuerte Begleiter mitnehmen, um Gruppen-Quests auch ohne menschliche Helfer zu lösen. In Eye of the North lernen Sie frische Mitstreiter kennen, darunter auch Norn, Asura und sogar ein Charr.
  • Wichtigere Dungeons: Im Spielverlauf erforschen Sie 18 Höhlensysteme, die deutlich größer sein sollen als in den bisherigen Guild Wars-Kapiteln. Für jeden Dungeon gibt es eine Karte; wenn Sie die finden, werden auf ihrer Übersicht zwar die Positionen des Endgegners und aller Schätze markiert, nicht aber die Lage der Gänge und der Wände --ähnlich wie in Nintendos Zelda-Reihe. Apropos Endgegner: Natürlich lauert am Ende jedes Dungeons ein besonders starkes Ungeheur. In einer Halle etwa stößt Strain auf einen Feuerriesen, der Flammenkugeln auf Angreifer zurollt.
  • Die »Hall of Monuments«: In dieser Ruhmeshalle gibt es fünf Podeste, auf denen Trophären aus allen drei Guild Wars-Kapiteln (Prophecies, Factions, Nightfall) prangen. Das »Monument der Ehre« wird umso prachtvoller, je mehr Gebiete Sie durchgespielt haben. Auf dem »Monument der Tapferkeit« liegen alle freigespielten Highend-Waffen. Kleine Statuen ihrer Pet-Haustiere stehen auf dem »Monument der Hingabe«. Auf dem »Monument der Kameradschaft« hingegen thronen große Statuen -- nämlich die Ihrer freigeschalteten KI-Begleiter. Und das »Monument der Belastbarkeit« zeigt alle ihre einzigartigen Rüstungssets. Die Monumente dienen indes nicht nur als Schmuck: Wer eines vervollständigt, schaltet wertvolle Bonus-Gegenstände oder -Talente für Guild Wars 2 frei.
  • Neue Story: In Eye of the North kämpfen Sie gegen die »Zerstörer«, die sich aus dem Erdkern an die Oberfläche bohren. Im Spielverlauf müssen Sie herausfinden, wer hinter dieser Bedrohung steckt. Und diese Hintermänner sind -- Überraschung! -- auch Ihre Erzfeinde in Guild Wars 2.
  • Neuer Kleinkram: Strain verspricht 40 neue Rüstungssets, 150 neue Fähigkeiten sowie tonnenweise Gegenstände und Quests.
  • Besser Grafik: Arenanet überarbeitet Texturen, Shader und Effekte, was Eye of the North laut Strain zum »schönsten Guild Wars bislang« machen soll.

Fazit: Arenanet bereitet mit Eye of the North den Weg für Guild Wars 2, dennoch ist das Addon mehr als nur ein kleiner Zwischenschritt. Die weitläufigen Dungeons, die witzigen und sinnvollen Minispiele sowie die motivierende Ruhmeshalle dürften Guild Wars-Fans wieder wochenlang prächtig unterhalten.

Genre:

Online-Rollenspiel

Publisher:

NC Soft

Entwickler:

ArenaNet

Release:

31. August 2007


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