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Auf geht's

Seite 2: Hall of Fame: Wing Commander 3 - Pornostar an Deck

Auf ins Cockpit

Stiefelgetrappel auf Stahltreppen, Helm auf, leuchtstab-winkendes Flugdeckpersonal – das hat was! Weniger bombastisch geht’s allerdings zu, sobald das richtige Spiel beginnt. Wing Commander 3 ist nicht gerade wegen seiner unglaublich bahnbrechenden Spielgrafik bekannt. Im Gegenteil, die ist zwar solide, aber trotz neumodischer SVGA-Grafik nicht übermäßig detailliert.

Intro-Video zu Wing Commander 3 10:59 Intro-Video zu Wing Commander 3

Dafür läuft sie (einen topmodernen Pentium- Rechner vorausgesetzt) sauschnell, vor allem die Dogfights mit Kilrathi-Kampfkatzen lassen meinen Joystick glühen. Erschwerend kommt hinzu, dass Wing Commander 3 wieder auf die coole Cockpit-Ansicht baut: Einen Großteil des unteren Bildschirmbereichs nehmen die Armaturen ein – und meine Pilotenbeine nebst Flightstick, der mit meinen Lenkbewegungen mitschwenkt.

Die Missionen wiederum orientieren sich zumeist am Serienstandard, Wing Commander 3 setzt erneut aufs Abklappern eizelner Etappen: Ich hüpfe von Sprungpunkt zu Sprungpunkt, kämpfe dort alles nieder (falls es überhaupt Gegner gibt), kehre zur Victory zurück. Nur selten ragen Missionen aus dem Mach-alles-platt-Allerlei heraus, etwa Tiefflug-Einsätze über Planeten.

Da hilft es auch nicht viel, dass ich gelegentlich ein neues Schiff bekomme (anfangs gibt’s nur drei). Denn der Wing Commander-Ableger Privateer hat hier ein Jahr zuvor kräftig zugelegt, mit einer offenen Spielwelt in Elite-Manier samt aufrüstbaren Schiffen. Warum also diese Faszination, die Veteranen ein verklärtes Lächeln ins Gesicht zaubert, sobald man Wing Commander 3 erwähnt?

Der perfekte Mix

Es ist das Gesamtkunstwerk! Statt eines schnöden Textbildschirms mit noch schnöderen Prozentzahlen empfängt mich im Hangar die heiße Chefingenieurin Rachel Coriolis. Sie sagt nicht viel, aber doch alles. Später habe ich gar die Techtelmechtel-Wahl zwischen ihr und Pilotin Robin »Flint« Peters: In Dialogen darf ich mich nämlich immer wieder mal entscheiden, wie ich mit Kollegen oder Flügelmännern umspringe. Quasi wie Jahre später bei Bioware, nur deutlich simpler.

Pornostar Ginger Lynn in ihrer Wing-Commander-Rolle als Mechanikerin Rachel.Pornostar Ginger Lynn in ihrer Wing-Commander-Rolle als Mechanikerin Rachel.

Die Auswirkungen sind teils drastisch, denn die Begleiter können auch mal sterben. Teils sind sie aber marginal: Wenn ich mich für Rachel, Flint oder keine von beiden entscheide, gibt’s ein leicht abgewandeltes Ende. In den beiden Nachfolgern von 1995 und 1997 spielt aber keine der Damen mit. Auch nicht im unsäglichen Wing Commander-Film von 1999.

Ich weiß übrigens genau, was Sie die ganze Zeit denken: »Wo bleibt denn das Pornomodell aus der Überschrift?« Ganz einfach: Cheftechnikerin Rachel ist deswegen so ein Feger, weil ihre Rolle von Ginger Lynn besetzt ist. Und die war in den 80ern ein Pornostar. Haben wir gelesen.

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