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Fazit: Hellblade: Senua’s Sacrifice im Test - Duell gegen die Unterwelt

Fazit der Redaktion

Dom Schott:
@R3nDom

Hellblade: Senua's Sacrifice hat es sich nicht einfach gemacht: Als sogenanntes Triple-Indie-Projekt hatten die Entwickler bei weitem nicht so viel Budget wie vergleichbare Spieleproduktionen zur Verfügung, um ihre Vision zu verwirklichen. Und die ist so einzigartig und so interessant, dass sie eigentlich nicht übersehen werden darf.

Senua ist eine interessante Titelheldin, die uns angenehme acht Stunden lang durch ein wendungsreiches Abenteuer führt. Zwar wird hier und da die klassische Einteilung in Rätseleinlagen und Kämpfe für meinen Geschmack zu deutlich sichtbar, und auch viele Levelareale sind eine Spur zu beliebig gestaltet, doch dafür begeistert mich Hellblade in seinen stärksten Momenten wie schon lang kein anderes Spiel mehr: Der Verzicht auf ein klassisches Benutzer-Interface ist so simpel wie genial und macht die einfachsten Gameplay-Funktionen zu einer ganz neuen Herausforderung.

Dazu kommen abwechslungsreiche und fordernde Bosskämpfe sowie eine dramatische, wenngleich auch etwas verkopfte Hintergrundgeschichte, und schon ist es fertig, das Spiel, das ich mit einem großen Daumen und einem kleinen Aber jederzeit weiterempfehlen würde.

Dimitry Halley
@dimi_halley

Im Hauptmenü von Hellblade kann man eine etwa 25-minütige Mini-Dokumentation zur Entstehung des Spiels ansteuern. Dort erklären die Entwickler ihr Ziel: Ein in der Populärkultur noch immer tabuisiertes Thema (Psychosen) mit der interaktiven Heldenreise eines Videospiels zu einem einzigartigen Mix zu verbinden. Und meine Güte, ist das Ergebnis eine aufreibende Erfahrung.

Rein thematisch geht die Rechnung der Entwickler hervorragend auf - Hellblade erzählt eine Geschichte wie kein anderes Spiel: Von der spannenden Heldin Senua über das sagenhaft gute Sounddesign der vielen Stimmen in ihrem Kopf bis hin zum unverbrauchten frühmittelalterlichen Setting. Dabei geht das Szenario herrlich ins Detail: Sogar die Haltung der Pikten zu psychischen Erkrankungen wurde recherchiert und in Hellblade eingewoben. Ninja Theory wagt sich hier nicht nur an ein Tabu, das Team setzt sich auch unheimlich spannend damit auseinander.

Auf der Gameplay-Seite sieht man jedoch diverse verpasste Chancen. Die Runen-Absucherei ist schlichtweg schwaches Rätsel-Design, das über die Kampagne hinweg sogar leichter statt schwieriger wird. Kein Vergleich zu einem Rime. Viel zu viel Zeit verbringt man mit dem monotonen Laufen durch eine Landschaft, in der es viel zu wenig zu entdecken gibt. Mit seiner Thematik bietet sich Hellblade so gut für ein ausgefeiltes Environmental Storytelling an, stattdessen herrscht dort Leerlauf.

Generell hätte es so viele Möglichkeiten gegeben, die Thematik des Spiels auf spannendere Art interaktiv erfahrbar zu machen. Beispielsweise durch eine Schleichmechanik, die Senuas pochendes Gefühl von Terror und Ohnmacht direkt zum Spieler transportiert. Es gibt schließlich eine Form von Perma-Death. Das hätte wiederum wunderbar als Kontrast zu den tollen Kämpfen funktioniert, in denen ihre kriegerische Seite die Führung übernimmt. Senuas Ringen um Kontrolle ist ein Kernaspekt der Geschichte - was haben dröge Bildschirm-Absuch-Rätsel damit zu tun? Da sind so viele bessere Alternativen denkbar.

Sei's drum, das sind nur kleine Macken in einem ansonsten sehr gelungenen und mutigen Spiel. Nochmal die Empfehlung zum Schluss: Unbedingt mit Headset spielen. Die Sound-Abmischung ist fantastisch!

3 von 4

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