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High-End im Härtetest: Geforce GTX 295 - 500 Euro teuer, extrem schnell und stromhungrig

Nvidia überholt mit der Doppeldecker-Platine Geforce GTX 295 den bisherigen Platzhirsch Radeon HD 4870 X2. Wir verraten, für wen sich das neue Luxusobjekt lohnt.

von Daniel Visarius,
08.01.2009 15:00 Uhr

Nvidia überholt mit der Doppeldecker-Platine Geforce GTX 295 den bisherigen Platzhirsch Radeon HD 4870 X2. Wir verraten, für wen sich das neue Luxusobjekt lohnt.

Die Leistungsführerschaft im Grafikkarten-Geschäft ist für den Verkauf von Mittelklasse-Karten das beste Marketing. Zwar sagt die Performance des Topmodells selten etwas über die Verhältnisse einige Hundert Euro tiefer aus, viele potenzielle Kunden lassen sich dennoch davon täuschen. Offenbar so viele, dass es sich für die Hersteller lohnt, Unsummen in die Entwicklung von High-End-Platinen mit zwei Grafikchips zu stecken, die sich nur vergleichsweise selten verkaufen. AMD hat den Platz an der Sonne seit dem Erscheinungstermin der Radeon HD 4870 X2 im letzten August inne. Nvidia kontert nun mit der Geforce GTX 295 - einer knapp 500 Euro teuren Doppeldecker-Platine mit zwei Grafikchips, 480 Shader-Einheiten und üppigen 1,7 GByte Videospeicher! Möglich wurde diese Platine erst durch den Wechsel des Herstellungsprozesses von 65 nm (Geforce GTX 280 und 260) auf 55 nm. Durch die kleineren Strukturen sinken Leistungsaufnahme und Hitzeentwicklung. Von diesem Fortschritt profitiert auch die neue Ein-Prozessor-Karte Geforce GTX 285. Aufgrund einer Sperrfrist können wir Ihnen heute nur den Test des neuen Spitzenmodells anbieten. Der GTX-285-Artikel folgt am 15. Januar.

Geforce GTX 295

Optisch ähnelt die Geforce GTX 295 der letzten Zwei-Chip-Karte von Nvidia, der Geforce 9800 GX2.Optisch ähnelt die Geforce GTX 295 der letzten Zwei-Chip-Karte von Nvidia, der Geforce 9800 GX2.

Die Geforce GTX 295 ähnelt optisch der letzten Zwei-Chip-Platine von Nvidia, der Geforce 9800 GX2. Intern arbeiten die beiden GT200b-Grafikprozessoren im SLI-Verbund; ein SLI-kompatibles Mainboard ist jedoch nicht erforderlich. Nur wenn zwei GTX 295 zu einem Quad-SLI-System zusammen geschlossen werden sollen, brauchen Sie ein Mainboard mit SLI-Chipsatz. Dazu gehören alle Nforce-Varianten mit entsprechendem Namenszusatz sowie die Skulltrail- und X58-Baureihen von Intel. Prinzipbedingt kämpft die GTX 295 mit den hässlichen Mikrorucklern. Kommt ein neues Spiel mit dem SLI-Modus nicht zurecht (was nach wie vor immer mal wieder vorkommt), ist sie zudem auf ein Treiber-Update angewiesen. Bis dahin rackert dann nur einer der beiden Grafikchips - die Spieleleistung halbiert sich.
Der GT200b ist unterm Strich keine allzu große Weiterentwicklung gegenüber dem GT200-Chip. Im Wesentlichen hat Nvidia nur den Fertigungsprozess und damit die Größe des Chips verkleinert, um Hitzeentwicklung und Leistungsaufnahme zu reduzieren. Ohne diesen Schritt wäre die Doppeldeckerplatine mit einem normalgroßen Lüfter nicht zu kühlen gewesen. Einige weitere kleine Änderungen am Chipdesign erlauben laut Hersteller höhere Taktfrequenzen als bisher - das war’s. So bleiben auch die technischen Features die gleichen: Statt DirectX 10.1 gibt es wieder nur DirectX 10, aber dafür PhysX-Unterstützung und die Möglichkeit, den Grafikprozessor für spielefremde Zwecke wie wissenschaftliche Anwendungen oder Videobeschleunigung einzusetzen.

Bei genauem Blick auf die Spezifikation entpuppt sich die Geforce GTX 295 als Mischling aus GTX 280 und GTX 260: Jeder GT200b-Prozessor hat zwar die vollen 240 Shader einer GTX 280, arbeitet aber nur mit den GTX-260-Taktfrequenzen von 576/1.242/2.000 MHz. Auch die Speicherkonfiguration pro Chip entspricht mit 896 MByte und einer 448 Bit breiten Datenleitung der GTX 260.

Geforce GTX 285

Das Ein-Prozessor-Pendant zur Geforce GTX 295 ist die als Nachfolger für die Geforce GTX 280 entwickelte Geforce GTX 285 für knapp 350 Euro. Das heißt: wie bisher 240 Shader-Prozessoren, aber von 602/1.296/2.214 MHz auf 648/1.476/2.484 relativ stark beschleunigte Taktfrequenzen für Textureinheiten, Shader-Prozessoren und den weiterhin 1024 MByte großen GDDR3-Speicher. Die Verbindung zum Hauptspeicher legt Nvidia wie beim Vorgänger 512 Bit breit aus. Auf den rasend schnellen GDDR5-Speicher, den AMDs Radeon HD 4870 so schnell gemacht hat, verzichtet Nvidia wohl bis zum Nachfolger GT212, der für Mitte 2009 angekündigt ist.

Ansonsten beschränken sich die Änderungen auf den Wechsel vom GT200 auf den GT200b-Grafikchip. Den Test der Karte dürfen wir leider noch nicht veröffentlichen, weil Nvidia die Sperrfrist auf den 15. Januar festgesetzt hat. Nur soviel: Die GTX 285 ist leiser und etwas schneller als die GTX 280. Ob sie aber den direkten Konkurrenten Radeon HD 4850 X2 schlägt, wird der Test zeigen.

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