Hybrid Memory Cube - Neuer RAM-Standard für bis zu 480 GByte/s für Grafikkarten und Mobilgeräte

Das Hybrid Memory Cube Consortium (HMCC) hat einen neuen RAM-Standard festgelegt, der bis zu 480 GByte/s ermöglicht.

von Georg Wieselsberger,
06.03.2014 15:18 Uhr

Hybrid Memory Cube setzt auf gestapelte Speicherchips. (Bildquelle: Hybridmemorycube.org)Hybrid Memory Cube setzt auf gestapelte Speicherchips. (Bildquelle: Hybridmemorycube.org)

Hybrid Memory Cube ist ein Standard für Arbeitsspeicher, der auf dem aktuellen DDR3-RAM aufbaut, aber die Speichermodule in Würfelform aufeinander stapelt. Durch Verbindungen zwischen den Modulen und einem entsprechend angepassten Speichercontroller wird so eine sehr hohe Datenübertragung möglich. Gleichzeitig soll der Energiebedarf deutlich sinken. Der neue Standard HMC Gen2 soll bei 70 Prozent weniger Energieverbrauch in der höchsten Ausbaustufe bis zu 480 GByte pro Sekunde über sehr kurze Datenleitungen übertragen können.

Durch die Stapelbauweise wird dabei gleichzeitig auch Platz eingespart. HMC soll daher auch in mobilen Geräten zum Einsatz kommen. Derart hohe Bandbreiten sind aber aktuell vor allem für Grafikkarten, Super-Computer oder für Datenpuffer in Hochgeschwindigkeits-Netzwerken interessant. Ein direkter Konkurrent zu dem gerade in den Startlöchern stehenden DDR4-RAM-Standard ist HMC allerdings nicht. DDR4 soll 50 Prozent schneller sein als DDR3 und 35 Prozent weniger Energie benötigen. Die HMC-Spezifikationen lassen sich auch auf DDR4-Speicher ausweiten, was dann für noch schnelleren und sparsameren Arbeitsspeicher sorgen würde.

Der HMC-Standard wurde von Samsung und Micron angeregt, an der Entwicklung sind aber auch Unternehmen wie ARM oder IBM beteiligt. Zu den weiteren Mitgliedern gehören viele Speicherhersteller, aber auch Universitäten und große Konzerne wie Fujitsu. Das folgende Video stammt von Micron.


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