HYDRA - Neue Informationen zur Multi-GPU-Technik

Lucid Technologies hat weitere Informationen zu HYDRA bekannt gegeben, der Multi-GPU-Technik, die mehrere Grafikkarten einsetzen kann und dabei unabhängig von den dort verwendeten Grafikchips funktioniert.

von Georg Wieselsberger,
20.08.2008 11:18 Uhr

Lucid Technologies hat weitere Informationen zu HYDRA bekannt gegeben, der Multi-GPU-Technik, die mehrere Grafikkarten einsetzen kann und dabei unabhängig von den dort verwendeten Grafikchips funktioniert. Der Treiber des HYDRA-Chips (ein Tensilica Diamond 212GP) sitzt dabei im System zwischen DirectX und dem Grafikkarten-Treiber. HYDRA spaltet die an die Grafikkarten geschickten Informationen in einzelne Aufgaben (Tasks) auf und schickt diese dann an die vorhandenen zwei bis vier GPUs. Nachdem die Aufgaben bearbeitet sind, schickt HYDRA dann die Ausgabe über eine GPU an den Monitor. Wesentlicher Unterschied zu bisherigen Multi-GPU-Techniken ist die Fähigkeit von Hydra, die Berechnungen der angezeigten Grafik intelligent zu verteilen, statt nur einzelne Frames an die GPUs zu schicken. HYDRA erkennt die GPUs im System und deren Leistungsfähigkeit, stimmt diese aber dann auch in Echtzeit ab. Eine langsamere GPU erhält dementsprechend "leichtere" Aufgaben. Im Gegensatz zu SLI oder CrossFire soll HYDRA auch mit jedem Spiel funktionieren, da keine speziellen Profile benötigt werden. Leider wird entgegen früheren Meldungen eine Kombination von ATI- und Nvidia-Grafikkarten zumindest anfangs nicht möglich sein. Dies liegt aber nicht an HYDRA, sondern an Windows, das nur einen Grafiktreiber erlaubt. Die neue Technik ist übrigens keine reine Zukunftsmusik, denn die Auslieferung des HYDRA 100 soll schon im vierten Quartal dieses Jahres starten.

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