IBM - Lichtverbindungen für Prozessoren

Ein Problem von Prozessoren mit mehreren Kernen ist die Verbindung dieser Kerne untereinander. Durch immer kleinere Strukturen werden die elektrischen und thermischen Gegebenheiten immer schwieriger, doch nun scheint IBM mit einem optische Koppler eine Lösung gefunden zu haben, denn Licht hat mit diesen Problemen nicht zu kämpfen.

von Georg Wieselsberger,
10.12.2007 10:33 Uhr

Ein Problem von Prozessoren mit mehreren Kernen ist die Verbindung dieser Kerne untereinander. Durch immer kleinere Strukturen werden die elektrischen und thermischen Gegebenheiten immer schwieriger, doch nun scheint IBM mit einem optische Koppler eine Lösung gefunden zu haben, denn Licht hat mit diesen Problemen nicht zu kämpfen.

Der "Mach-Zahnder Electro-Optic Moduluator" ist im Grunde recht einfach aufgebaut. Auf der einen Seite ein Laser, auf der anderen Seite eine Kupferverbindung zum Datenbus. Liegt Strom an, sendet der Laser, liegt kein Strom an, bleibt der Laser aus. Wenn die Laserpulse den Empfänger erreichen, werden sie wieder in elektrische Signale umgewandelt. Die Größe des Kopplers ist unter anderem auch von der Wellenlänge des verwendeten Lichts abhängig. Die aktuelle Version ist nur 200 Mikrometer groß und damit theoretisch bereits klein genug, um heutige Prozessorenkerne zu verbinden.

IBM geht davon aus, dass solche Verbindungen bis zu 1000x schneller als die bisher verwendeten elektrischen Versionen sind und dabei nur 50 Milliwatt oder weniger verbrauchen. Leider soll die Entwicklung bis zur Marktreife jedoch noch 10-15 Jahre dauern.


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