IBM - Supercomputer »klein wie Zuckerwürfel«

Forscher von IBM wollen Supercomputer bald auf sehr geringe Größe schrumpfen lassen.

von Georg Wieselsberger,
17.11.2010 11:07 Uhr

Der Ansatz der Forscher ist laut BBC, Prozessoren aufeinander zu stapeln und diese mit Wasser zu kühlen, das zwischen den Schichten läuft und ähnlich funktionieren soll wie der menschliche Blutkreislauf. Auf diese Weise soll zunächst einmal der Energiebedarf der Rechner gesenkt werden, denn schon zwei Prozent der weltweiten Energie werden für den Bau und die Nutzung von Computern verwendet.

Laut Dr. Bruno Michel gehört die Zukunft »grünen« und nicht mehr unbedingt den schnellsten Rechnern. Die Hardwarekosten würden im Vergleich zu den Betriebskosten eine immer geringere Rolle spielen. Vor 50 Jahren hätte ein Transistor einen Dollar gekostet, heute weniger ein Prozent eines gedruckten Buchstabens auf Papier. Der Prototyp des Konzepts namens »Aquasar« ist zwar noch größer als ein Kühlschrank, ist aber laut IBM ungefähr 50 Prozent effizienter beim Energieverbrauch.

Die nächste Aufgabe ist nun, den Supercomputer zu verkleinern. Das komplette Rack voller Prozessoren soll laut Dr. Michel in 10 bis 15 Jahren in einen einzigen Zuckerwürfel passen. Dabei soll auch der Ansatz des Baus von Prozessoren in drei Dimensionen helfen, da hier im Gegensatz zu den bisherigen flachen CPUs die Schaltwege untereinander und damit auch der Energieverbrauch wesentlich geringer sind.


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