IBM - Überstunden durch Kürzung beim Grundgehalt finanziert

Wie Yahoo!News meldet, hat IBM 7.600 Mitarbeiter neu klassifiziert und ihnen das Recht auf bezahlte Überstunden eingeräumt. IBM hatte eine Klage wegen nicht bezahlter Überstunden im Jahr 2006 durch Zahlung von 65 Millionen Dollar beigelegt. Die nun erfolgte neue Einordnung der Mitarbeiter im technischen Support soll allerdings dadurch finanziert werden, dass den Angestellten für die normalen 40 Wochenstunden 15% weniger bezahlt wird. Laut des Sprechers von IBM, Fred McNeese , würden die bezahlten Überstunden dies ausgleichen.

von Georg Wieselsberger,
24.01.2008 10:58 Uhr

Wie Yahoo!News meldet, hat IBM 7.600 Mitarbeiter neu klassifiziert und ihnen das Recht auf bezahlte Überstunden eingeräumt. IBM hatte eine Klage wegen nicht bezahlter Überstunden im Jahr 2006 durch Zahlung von 65 Millionen Dollar beigelegt. Die nun erfolgte neue Einordnung der Mitarbeiter im technischen Support soll allerdings dadurch finanziert werden, dass den Angestellten für die normalen 40 Wochenstunden 15% weniger bezahlt wird. Laut des Sprechers von IBM, Fred McNeese, würden die bezahlten Überstunden dies ausgleichen.

Allerdings sollen Dokumente belegen, dass mehr als 2.500 betroffene Angestelle gar nicht genug Stunden arbeiten, um überhaupt Überstunden bezahlt zu bekommen. Dazu wollte der Sprecher keinen Kommentar abgeben. Die Angestellten jedenfalls sind entsprechend ungehalten und selbst diejenigen, die bisher 50-52 Stunden pro Woche arbeiteten und nun eigentlich mehr Geld erhalten müssten, erwarten, dass ihre Arbeitsstunden nun unter 40 Stunden gedrückt werden. Dies sei laut einer anomymen Aussage eines Mitarbeiters typisches Verhalten bei IBM, wenn es um Kosteneinsparungen gehe. Außerdem würde das geringere Grundgehalt auch Einbußen bei Zahlungen im Krankheitsfall oder bei Versicherungen mit sich bringen.


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