id verteidigt Doom 3 - »Verkaufszahlen geben uns Recht«

Seit der Ankündigung von Doom 4 muss sich Entwickler id Software verstärkt Kritik am Vorgänger anhören. In einem Interview mit der britischen Website Eurogamer.net, wies Doom 3-Leaddesigner Tim Willits diese Kritik jedoch entschieden zurück. »Spiele die sich mehr als 3,5 Millionen Mal verkaufen, sind keine schlechten Spiele«, sagte Willits. Doom 3 erschien im August 2004 für PC und ein halbes Jahr später für Xbox.

von Rene Heuser,
05.08.2008 15:53 Uhr

Seit der Ankündigung von Doom 4 muss sich Entwickler id Software verstärkt Kritik am Vorgänger anhören. In einem Interview mit der britischen Website Eurogamer.net, wies Doom 3-Leaddesigner Tim Willits diese Kritik jedoch entschieden zurück. »Spiele die sich mehr als 3,5 Millionen Mal verkaufen, sind keine schlechten Spiele«, sagte Willits. Doom 3 erschien im August 2004 für PC und ein halbes Jahr später für Xbox.

Doom 3 erhielt seinerzeit, vor allem in den USA, sehr hohe Wertungen. In den Augen mancher Fans, blieb das Spiel jedoch hinter den Erwartungen zurück. Vor allem das sich zu häufig wiederholende Leveldesign, die zu leicht durchschauenden Gegner, ein sehr geringer Wiederspielwert sowie der schwache Mehrspieler-Modus gehörten zu den häufigsten Kritikpunkten.

Das Spiel benutzte die gleichnamige Doom 3-Engine (Quake 4, Prey).Das Spiel benutzte die gleichnamige Doom 3-Engine (Quake 4, Prey).

Willits sieht in der großen Anhängerschaft von Doom den Hauptgrund für die zahlreiche Kritik: »Wenn man so beliebt ist, dann gibt es auch sehr viele verschiedene Meinungen«, sagte der id-Designer. Jede habe eine andere Sicht auf Doom und habe andere Erinnerungen oder Wünsche, wie Doom sein sollte, erklärt Willits. »Es [Doom 3] war aber sehr erfolgreich für uns und Ich spiele es immer noch sehr gerne. Und es gibt nur wenige Spiele die heute besser aussehen, obwohl das Spiel schon vor so langer Zeit erschienen ist.«

Bereits Anfang Juli hatte id-Boss Todd Hollenshead Doom 3 als das erfolgreichste Spiel in ids Geschichte genannt. Nach seiner Ansicht, gäbe es im Internet nur »drei Leute«, die immer wieder behaupten würden, dass Doom 3 schlecht war. Aber diese würden keine Zustimmung von anderne Spielern erhalten -- das sei einfach eine Massen-Sinnestäuschung, so Hollenshead.

In Deutschland sorgte Doom 3 vor allem wegen seiner expliziten Gewaltdarstellung für Aufsehen.In Deutschland sorgte Doom 3 vor allem wegen seiner expliziten Gewaltdarstellung für Aufsehen.

Aber unabhängig vom wirtschaftlichen Erfolg von Doom 3, wurde das Addon Ressurection of Evil und das nächste große id-Spiel im Folgejahr, Quake 4, mit deutlich mehr Skepsis gesehen und erhielt durch die Bank schlechtere Wertungen. id wäre sicherlich gut beraten, sich zumindest einige der Kritikpunkte an Doom 3 zu Herzen zu nehmen und nicht nur darauf zu hoffen, dass sich der nächste Teil alleine wegen des großen Namens wieder gut verkaufen wird.


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