Inno3D - Geforce GT430 mit vier Gigabyte Speicher

Eine preiswerte Gamer-Grafikkarte mit sagenhaften vier Gigabyte Speicher - gibt es nicht? Stimmt, Inno3D bewirbt seine GT430-4GB zwar als Gamerkarte, unterschlägt dabei aber die bescheidene Leistung trotz großem Speicher.

von Dennis Ziesecke,
30.12.2011 08:04 Uhr

Nicht jedes auf den ersten Blick verlockende Angebot ist auch eines - ein sehr gutes Beispiel dürfte die neue Inno3D Geforce GT 430 mit vier Gigabyte VRAM sein. Hardwareprofis und regelmäßige Leser der Hardwarerubrik in der Gamestar dürften auf das Angebot wohl nicht hereinfallen, dennoch wird die Karte sicherlich mehr als genug begeisterte Kunden finden. Zumal der Hersteller die Karte explizit als "Gamer-Grafikkarte" bewirbt.

Dabei arbeitet auf der Platine nur Nvidias für Spiele nur sehr bedingt geeigneter GF108 aus der ersten Fermi-Generation. Der langsame aber immerhin energiesparende Grafikchip mag zwar ältere und grafisch anspruchslose Spiele beschleunigen, weiß sich aber weder in hohen Auflösungen noch bei aktuellen Toptiteln zu behaupten. Üblicherweise liefern die Hersteller die GT430 mit einem Gigabyte GDDR3-Speicher aus, einige verwegene Anbieter verdoppeln unter umständen den VRAM auf zwei Gigabyte.

Nicht so Inno3D, hier gibt es gleich vier Gigabyte Grafikspeicher. Angebunden wird der DDR3-RAM mit einem langsamen 128 Bit Speicherinterface, so dass die große Speichermenge sich durch ein schmales Nadelör quetschen muss. Zwar taktet Inno3D den Speicher mit 1333 MHz anstelle der ansonsten üblichen 800 oder maximal 900 MHz, einen spürbaren Leistungssprung dürfte diese Takterhöhung angesichts einer GPU-Taktrate von 700 MHz, überschaubaren 96 Shadern und einem Shadertakt von 1400 MHz eher nicht bewirken. Üblicherweise lässt sich die GT430 auch recht leicht kühlen, daher überrascht auch der für eine solche Lowend-Karte sehr ausladende Lüfter auf der ansonsten sehr kleinen Karte.

Grafikkartenkenner schütteln angesichts solch unsinnig bestückter Einsteiger-Grafikkarten zwar ungläubig den Kopf und gehen davon aus, dass sowieso niemand auf dieses Lockangebot hereinfällt. Dennoch wird auch diese Karte ihre Käufer finden - noch immer gehen viele Gelegenheitsspieler davon aus, dass der Grafik-RAM die wichtigste Maßeinheit bei der Leistungsbeurteilung einer Grafikkarte ist.


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