Intel Core i9 7900X - Erster Test des Zehnkerners im Web

Im Internet ist der erste Test des Intel Core i9 7900X zu finden, einer Skylake-X-CPU mit zehn Kernen für 999 US-Dollar. Eigentlich gilt noch ein NDA zu dieser CPU für den neuen Sockel LGA2066.

von Georg Wieselsberger,
18.06.2017 11:10 Uhr

Im Web gibt es trotz NDA schon den ersten Test eines Core i9 7900X.Im Web gibt es trotz NDA schon den ersten Test eines Core i9 7900X.

Nachdem AMD mit Ryzen Achtkerner für den Desktop herausgebracht hat und mit Threadripper sogar bis zu 16 CPU-Kerne für High-End-PCs anbieten will, hat auch Intel seine Schlagzahl erhöht und wird in wenigen Tagen die ersten Skylake-X-Prozessoren auf den Markt bringen, die bis zu 18 Kerne besitzen. Die Webseite Hexus hat nun einen Intel Core i9 7900X mit zehn CPU-Kernen aus nicht bekannter Quelle erhalten und ausführlich getestet.

Skylake-X-Plattform mit Kinderkrankheiten

Der Test leidet allerdings darunter, dass anscheinend wie anfangs bei Ryzen manche Software und vielleicht auch das verwendete BIOS des Mainboards noch nicht wirklich marktreif sind. In den drei Spiele-Benchmarks mit Deus Ex: Mankind Divided, Hitman und Total War: Warhammer zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Bei Deus Ex: Mankind Divided in 2.560 x 1.440 Punkten mit Ultra-Einstellungen liegt der 10-Kerner von Intel zwar an der Spitze, allerdings auch nur gleichauf mit dem ungleich günstigeren Quadcore AMD Ryzen 5 1500X.

Die Wahl der Auflösung und Einstellungen scheint für einen reinen CPU-Test eigentlich nicht sinnvoll. Hier war die Grafikkarte wohl eher ausschlaggebend, auch wenn eine Geforce GTX 1080 zum Einsatz kam. Bei Hitman setzt sich der Core i9 7900X allerdings trotzdem um rund zehn Prozent vom ebenfalls mit zehn Kernen arbeitenden Core i7 6950X ab, nur um in Total War: Warhammer sogar hinter den Dualcore Core i3 7350K zurück zu fallen. Ein weiterer Hinweis darauf, dass es an Optimierungen fehlt.

Relativ hoher Stromverbrauch

Der Stromverbrauch des Systems war der höchste des gesamten Testfeldes im Idle-Modus und bei der Videoverarbeitung, nur bei Spielen waren der Core i7 6950X und der Ryzen 7 1800X noch etwas stromhungriger. Übertaktungsversuche erreichten immerhin 4,7 GHz bei 1,25 Volt, aber schon bei 1,3 Volt wurde die CPU über 100 Grad heiß und taktete sich automatisch herunter. Intel hat hier wohl die CPU nicht verlötet, sondern setzt auf eine der oft kritisierten Wärmeleitpasten zwischen CPU und Heatspreader - bei einem Prozessor für 999 US-Dollar wirkt das allerdings seltsam. Das Duell zwischen einem Intel Core i9 7900X und einem AMD Ryzen Threadripper dürfte interessant werden.

Quelle: Hexus

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