Intel sagt die Zukunft voraus - Und das Ende der Grafikchips

Grafikchips werden in den nächsten 10 Jahren laut Intel durch viele Prozessorkerne ersetzt, die ihre Fähigkeiten durch Software erhalten und so viel flexibler einzusetzen sind.

von Georg Wieselsberger,
24.04.2009 13:48 Uhr

Intels Technical Marketing Manager Steve Cutler hat gestern in London Vorhersagen von Intel für die nächsten 10 Jahre präsentiert, in denen weitgreifende und radikale Veränderungen stattfinden sollen. Für den Bereich der Computergrafik geht Intel davon aus, dass Software-basierte Berechnungen auf Hardware mit vielen Prozessorkernen (wie dem Larrabee) die heutigen Grafikchips ersetzen werden, da sie schneller und flexibler seien. Statt Funktionen in Hardware abzubilden, könnten sie durch Software erreicht werden. Gleichzeitig soll durch bessere Verteilung des Speichers zwischen Grafikberechnung und CPU auch realistischere Bewegungen und Physik-Berechnungen möglich werden.

Bei Verbindungen innerhalb von Chips, aber auch innerhalb und außerhalb des Rechners, erwartet Intel einen Umstieg auf optische Verbindungen, die viel höhere Bandbreiten ermöglichen als Kupfer. Kleine Internetgeräte würden sich auf die Bedürfnisse des Besitzers einstellen und beispielsweise auch ungefragt Ratschläge oder Warnungen ausgeben, beispielsweise wenn man sich beeilen muss, um einen Termin noch wahrnehmen zu können. Die Batterielebensdauer tragbarer Geräte soll sich außerdem verzehnfachen, während Geräte untereinander viel besser Daten austauschen können.

Fernsehen werde künftig überall und auf fast allen Geräten möglich werden und Online-Welten würden ausgeweitet, beispielsweise indem man bei Amazon einen 3D-Buchladen betreten könne. Die Bedrohung durch Schadsoftware könnte durch Hardwaretechniken wie der Trusted Execution Technology von Intel eliminiert werden. Als letzten Punkt nannte Cutler eine bessere Ausnutzung der verfügbaren Funkfrequenzen, die alle schon vergeben seien, aber teilweise nicht genutzt würden. Solche Bereiche sollte man wieder freigeben und dann effektiver verwenden, so Cutler.

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