"Intel hat Angst vor dem Atom" - Laut Nvidia der wahre Grund der Intel-Klage

Der General Manager des GeForce-Bereichs von Nvidia, Ujesh Desai, hat in einem Gespräch mit Hexus erklärt, dass man über die Klage von Intel überrascht sei.

von Georg Wieselsberger,
19.02.2009 15:16 Uhr

Der General Manager des GeForce-Bereichs von Nvidia, Ujesh Desai, hat in einem Gespräch mit Hexus erklärt, dass man über die Klage von Intel überrascht sei. Die wahren Gründe für die Klage lägen aber nicht in dem vor vier Jahren getroffenen Abkommen über Chipsätze. Bisher seien PCs mit dem Intel Atom-Prozessor nur sehr eingeschränkt nutzbar gewesen, dies habe sich jedoch durch Nvidias ION geändert. Nun könnte man auf Atom-PCs HD-Videos ansehen und spielen. Der größte Konkurrent für Intel sei nicht mehr AMD, sondern der eigene Atom-Prozessor. Zusammen mit ION wären Systeme mit der Atom-CPU so gut, dass es für die meisten Kunden keinen Grund mehr gäbe, Rechner mit teureren Intel-Prozessoren zu kaufen. Für den üblichen Preis einer Intel-CPU würden Kunden plötzlich komplette Systeme erwarten. Intel würde daher versuchen, weitere Entwicklungen zu verhindern. In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass der Nachfolger des Atom, der unter dem Codenamen "Pineview" bekannt ist und noch dieses Jahr erscheinen soll, ebenfalls einen integrierten Speichercontroller enthält. Die Klage von Intel bezieht sich ausdrücklich auf Chipsätze für derartige Prozessoren, für die Nvidia keine Lizenz besitze. Sollte Intel Erfolg haben, wäre die "Gefahr", von der Nvidia spricht, also gebannt.

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