Intel & McAfee - Doch kein Hardware-Schutz vor Viren in CPUs

Nach der Übernahme des Sicherheits-Unternehmens McAfee durch Intel sah es so aus, als wolle Intel den Antiviren-Schutz in seine Prozessoren einbauen

von Georg Wieselsberger,
29.04.2011 12:11 Uhr

Doch David DeWalt, CEO von McAfee, hat nun in einem Interview mit Forbes klargestellt, dass dies nicht der Fall sein wird. Man werde nichts in Chips einbauen, sondern die heute bereits existierenden Möglichkeiten von McAfee auf eine noch nie dagewesene Art und Weise nutzen.

Die meisten Menschen wüssten gar nicht, dass Intel bereits Sicherheitsmaßnahmen in Hardware eingebaut habe, die bereits ausgeliefert wird. Als Beispiel nannte DeWalt Möglichkeiten zur Deaktivierung oder Lokalisierung nach einem Diebstahl. Nun sei das Ziel, die Sicherheitsmaßnahmen noch tiefer in die Software einzubauen.

Die Zusammenarbeit von Intel und McAfee beschränkt sich auch nicht auf den reinen PC-Bereich. Intel habe mit Wind River den Hersteller eines Echtzeit-Betriebssystems erworben, das in medizinischen Geräten, Geldautomaten, elektronischen Kassen, Flugzeugen, Fernsehern und Autos zum Einsatz kommt. McAfee habe dieses Betriebssystem »abgehärtet« und sicherer gemacht. Milliarden Geräte von mehr als 2.000 Herstellern könnten nun von McAfee profitieren.


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