Internet - Australien will filtern

Die australische Regierung will den Internetzugang grundsätzlich filtern und die Vorschläge einzelner Senatoren lesen sich dabei wie Wunschvorstellungen aus Diktaturen.

von Georg Wieselsberger,
27.10.2008 15:53 Uhr

Die australische Regierung will den Internetzugang grundsätzlich filtern und die Vorschläge einzelner Senatoren lesen sich dabei wie Wunschvorstellungen aus Diktaturen. So fordert Senator Steve Fielding von der "Family First"-Partei, dass nicht nur "illegale" Inhalte ausgefiltert werden sollen, sondern auch Pornografie und Fetisch-Seiten. Senator Nick Xenophon würde den Filter gleich noch auf Online-Casinos ausweiten, die in Australien nicht betrieben werden dürfen.

Die bisherigen Vorschläge des Kommunikations-Ministers Stephen Conroy sehen ein zweistufiges Filtersystem vor. Die erste Stufe soll für ausnahmslos alle Internetverbindungen gelten und automatisch alle "illegalen Inhalte" anhand einer Blacklist der Australian Communications und Media Authority (ACMA) ausfiltern. Die zweite Stufe sei optional und soll alles blockieren, was nicht für Kinder geeignet ist. Die geplanten Zensurbemühungen setzen Australien nach der Ansicht der Internet-Provider auf die gleiche Stufe wie den Iran.


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