Internet - Streit in Großbritannien um Zwangs-Filter für Pornografie

Vor einigen Tagen verkündete die Regierung in Großbritannien die Einführung von automatischen Porno-Filtern für Internet-Anschlüsse, nun widersprechen die Provider dieser Behauptung.

von Georg Wieselsberger,
19.06.2013 14:58 Uhr

Die konservative Abgeordnete Claire Perry kämpft in Großbritannien seit Jahren für die zwangsweise Einführung von Pornografie-Filtern für das Internet. Nach Diskussionen über ein Gesetz oder »freiwillige Teilnahme« der Provider an einem solchen System hatte Perry nun angekündigt, dass ab 2014 alle Provider des Landes entsprechende Filter einsetzen würden.

Das sei auch deren Pflicht, da sie sonst »Pornografie an Kinder verteilen« würden. Statt wie bisher gedacht nur für Neukunden, käme der Filter auch für Bestandskunden zum Einsatz. Außerdem seien die Filter automatisch aktiv, so dass selbst bei einer möglichen Deaktivierung durch den Nutzer das System am nächsten Tag von selbst wieder aktiv wird. Doch wie die BBC nun meldet, haben die Provider die Behauptungen von Perry zurückgewiesen und erklärt, dass man weiterhin gegen die Einführung von Zwangsfiltern sei, die ohnehin auch umgangen werden könnten.

Außerdem bestehe auch die Gefahr, dass falsch gefiltert werde. Stattdessen würden die Provider die Kunden vor die »unvermeidliche« Wahl stellen, ob sie einen Filter nutzen wollen oder nicht. Die Regierung Großbritanniens arbeitet auch an einem Programm, das sicherstellen soll, dass über öffentliche WLANs keine Inhalte für Erwachsene abgerufen werden können.


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