Internet - Wieder mehr echte E-Mails statt Spam, aber auch mehr Schadsoftware

Spam macht erstmals seit vielen Jahren wieder weniger als die Hälfte aller verschickten E-Mails aus.

von Georg Wieselsberger,
20.07.2015 08:01 Uhr

Es gibt weniger Spam, aber mehr neue Schadsoftware-Varianten.Es gibt weniger Spam, aber mehr neue Schadsoftware-Varianten.

Die meisten Spam-E-Mails dürften auf heutigen PCs durch verschiedene Maßnahmen bereits ausgefiltert werden, doch wie Symantec meldet, ist der Anteil dieser unerwünscht empfangenen Nachrichten erstmals seit vielen Jahren wieder unter 50 Prozent gesunken. Im Juni 2015 wurden laut Symantec rund 704 Milliarden E-Mails verschickt, von denen rund 353 Milliarden als Spam klassifiziert wurden. Damit ist der Spam-Anteil auf 49,7 Prozent gesunken. Zum ersten Mal seit September 2003 wurden damit wieder mehr echte E-Mails verschickt.

Auch die Anzahl der Phishing-E-Mails und der E-Mails mit angehängter oder verlinkter Schadsoftware ist im Juni gesunken. Allerdings hat Symantec in den letzten Monaten einen starken Anstieg an neuer Schadsoftware festgestellt. Im April 2015 wurden 29,2 Millionen neuen Schadsoftware-Varianten entdeckt, im Mai 44,5 Millionen und im Juni 57,6 Millionen. Die Angriffe nehmen also insgesamt nicht ab, scheinen sich aber von E-Mails auf andere Möglichkeiten zu verlagern. Auch die sogenannte »Ransomware«, die Daten auf der Festplatte verschlüsselt und dann von den Betroffenen ein Lösegeld für die Entschlüsselung verlangt, steigt seit April 2015 wieder an.

Insgesamt haben die Angreifer aber nicht unbedingt Interesse daran, Privatpersonen zu attackieren, sondern Unternehmen. Hersteller verschiedener Produkte sind die beliebtesten Ziele, es folgen Unternehmen aus dem Finanz- und Versicherungsbereich sowie Anbieter von Diensten. 38,1 Prozent der attackierten Unternehmen haben weniger als 250 Mitarbeiter. Schadsoftware wird auch über soziale Medien und dem Teilen von manipulierten Videos verbreitet, durch Gruppen, die private Daten ausforschen und durch das Anklicken von Schaltflächen auf manipulierten Webseiten.

Quelle: Symantec


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