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Interview mit Jordan Mechner - Keine Lust auf Prince-of-Persia-Spiele

Mit Prince of Persia revolutionierte er die Spielewelt. Jetzt bringt Jordan Mechner als Drehbuchschreiber sein Spiel ins Kino. Wir haben ihn zum Film und zu seiner ungewöhnlichen Karriere befragt.

von Christian Merkel,
18.05.2010 17:10 Uhr

Während Leute wie Steven Spielberg und Jerry Bruckheimer so langsam vom Filmemacher zum Videospiel-Produzenten mutieren, ging Jordan Mechner den umgekehrten Weg. 1989 lotete er mit Prince of Persia auf dem Homecomputer Apple II die Grenzen des technisch Machbaren aus. Seine große Liebe galt allerdings den Filmen. Nach zwanzig Jahren harter Arbeit kommt sein Erstling ins Kino. Wieder ist es Prince of Persia, das ihm den großen Erfolg verschaffen soll. Kurz vor der Weltpremiere haben wir Jordan Mechner in London für ein Interview getroffen.

GameStar: Sie haben ja schon in den Achtzigern Ihren Bruder für das originale Prince of Persia gefilmt. Haben Sie sich schon damals für so derart für Kinofilme interessiert, dass Sie das irgendwann mal als Beruf machen wollten?

Jordan Mechner: Ich habe Kinofilme schon als Kind geliebt, als ich noch überhaupt keine Videospiele entwickelt hatte. Als ich das erste Prince of Persia für den Apple II gemacht hatte, wollte ich dann endgültig ein Filmemacher oder Screenwriter werden. Viele Jahre lang dachte ich aber, dass Spiele-Entwicklung und Filme zwei unterschiedliche Berufswege seien und ich mich deswegen zwischen beiden entscheiden müsste. Für mich ist es jetzt einfach toll, zwanzig Jahre später meinen Traum erfüllen zu können, endlich doch als Skriptschreiber eine Karriere in der Filmindustrie zu starten -- und das gerade, weil ich mich damals zuerst für die Spiele entschieden hatte.

GameStar: Sie waren doch mit Prince of Persia extrem erfolgreich. War Ihnen das nicht genug? Da muss es aber doch einen Punkt gegeben haben, als Sie mit Ihrer Spielekarriere nicht mehr zufrieden waren?

Jordan Mechner: Eigentlich habe ich schon immer zwischen den Filmen und den Spielen gewechselt, wie es mir gerade passte. Schon direkt nach dem ersten Prince of Persia ging ich nach New York, um dort eine Filmschule zu besuchen. Dabei entstanden schon erste kurze Studentenfilme. Danach hat es mich aber wieder zu den Spielen zurückgezogen und ich habe The Last Express entwickelt. Im Anschluss habe ich dann eine kleine Dokumentation gedreht. Zwischendurch habe ich auch ein paar Drehbücher geschrieben. Ich hätte es mir aber niemals erträumt, dass der erste große Film von mir tatsächlich Prince of Persia ist.

GameStar: Das war aber ein sehr langer Anlauf, um das Prince-of-Persia-Projekt in die Kinos zu bringen. Wir haben etwa bereits 2004 darüber berichtet und erste Pläne gab es doch schon 2003. Was haben Sie die ganze Zeit über gemacht?

Jordan Mechner: 2003 kam das Spiel The Sands of Time heraus, das ich zusammen mit Ubisoft Montreal entwickelte. Auf Basis des Spiels habe ich dann ein Skript geschrieben, mit dem ich mich 2004 bei Jerry Bruckheimer und Disney bewarb. Die ersten anderthalb Jahre habe ich mit Jerry zusammengearbeitet, um vier oder fünf Skriptentwürfe zu schreiben, bis alle zufrieden waren. Auch danach hatte es weitere drei, vier Jahre gedauert, bis Prince of Persia endlich gedreht werden konnte. Sie haben recht, dass das ein sehr langer Prozess war. Es ist aber auch ein wahnsinnig großes Projekt.

GameStar: Waren Sie die ganze Zeit über beim Filmdreh und bei der Projektvorbereitung beteiligt?

Jordan Mechner: Zuerst war ich natürlich als Schreiber beteiligt. Danach habe ich das Projekt auch als ausführender Produzent begleitet. Jerry Bruckheimer (Anm.: der Produzent des Films) und Mike Newell (Anm.: der Regisseur des Films) waren so nett, mich die ganze Zeit über in die Sache mit einzubeziehen. Ich war in Marokko und hier in London in den Pinewood Studios oft am Set.

Prince of Persia: Kinofilm ansehen

GameStar: Sie haben für Prince of Persia mit dem Über-Produzenten Jerry Bruckheimer zusammengearbeitet. Konnten Sie gegen diesen großen Namen bestehen und ihre eigene Handschrift im Film verewigen?

Jordan Mechner: Natürlich war ich total begeistert, als Jerry Prince of Persia machen wollte. Er ist einfach ein Meister darin, in rascher Folge immer wieder große Big-Budget-Filme zu drehen. Ich bin froh, dass wir den märchenhaften Orient in einer Art auf die Leinwand bringen konnten, wie es noch nie vorher getan wurde. Das letzte Mal, als Hollywood einen derart großen Film mit dem Tausendundeiner-Nacht -Setting gemacht hatte, war 1940 bei Der Dieb von Bagdad.


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