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Interview mit Thomas Dlugaiczyk

Videospiele werden im aktuellen Zusammenhang mit einer Reihe von Gewaltverbrechen Jugendlicher sehr kontrovers diskutiert. Die Meinungen dazu gehen weit auseinander. Im Interview äußert sich Thomas Dlugaiczyk, Leiter der Games Academy in Berlin.

von GameStar Redaktion,
01.03.2007 15:38 Uhr

1) Welche Trends haben Sie in den letzten Jahren bei Videospielen beobachten können?

In den letzten 15 Jahren sehr viel. Zunächst der Einzug der großen Software- und Elektronikriesen wie Sony und Microsoft und die damit verbundene Renaissance der Konsolen. Mitte der 90er Jahre dann die ersten Online-Spiele, deren aktuelle Vertreter in aller Munde sind. Und generell eine enorme Verbesserung der graphischen Inhalte.

2) Sie haben es bereits angesprochen: die Graphik der Videospiele wird immer realer. Können Sie sich vorstellen, dass es irgendwann wieder eine Gegenbewegung beispielsweise in Richtung „Tetris“ geben wird?

Diese Bewegung ist ungebrochen. Der Erfolg von Spielen wie etwa Dr. Kawashima´s Gehirnjogging auf dem Nintendo DS ist ein klarer Beweis dafür, dass elektronische Spiele sehr vielfältig und nicht von Grafikpower oder Rechenleistung abhängig sind.

3) Welche Bedeutung haben Videospiele in unserer Gesellschaft?

Spiele haben eine wichtige Funktion. Sie machen sowohl Selbstdarstellung und Kommunikation als auch Wettbewerb für Menschen außerhalb der klassischen Arbeitswelt möglich. Gleichzeitig dienen Videospiele als Einstieg für den richtigen Umgang mit dem Computer. Ohne Computerwissen ist eine erfolgreiche berufliche Entwicklung zukünftig kaum noch möglich. Und die Fähigkeiten dazu erlernen Kinder spielerisch durch Videogames.

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